„Jederzeit mit unangekündigten Streikmaßnahmen rechnen“ – Verdi ruft Betriebe zur Unterschrift auf

0
Foto: dpa

Nach zwei Warnstreik-Aktionen in der vergangenen Woche hat die Gewerkschaft Verdi die Arbeitgeber im privaten Busgewerbe in Rheinland-Pfalz zur Unterschrift unter die bereits grundsätzlich vereinbarten Tarifverträge aufgerufen. Dies sei eine letztmalige Aufforderung, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Marko Bärschneider am Mittwoch. «Man muss jederzeit mit unangekündigten Streikmaßnahmen rechnen, die im Grunde gar nicht nötig wären», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Rheinland-Pfalz habe Förderanträge der Verkehrsverbünde RNN, VRM und VRT zur Refinanzierung von Tariferhöhungen im ÖPNV bewilligt. Auch habe das Land klargestellt, dass in der jetzt fließenden Fördersumme bereits die Abschlagszahlungen für die noch zu unterzeichnenden Tarifabschlüsse – darunter Einmalzahlungen für September und Oktober sowie eine Lohnerhöhung für November und Dezember – enthalten seien, sagte der Gewrkschafter. Beim Verkehrsverbund VRN werde erwartet, dass im Anschluss an Gespräche mit den Kommunen ebenfalls ein Förderantrag gestellt werde.

Die Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe (VAV) hat erklärt, dass ihre Mitgliedsbetriebe erst dann neue Verpflichtungen eingehen könnten, wenn das Geld vom Land tatsächlich eingetroffen sei. In dem Tarifkonflikt geht es laut VAV-Geschäftsführer Heiko Nagel letztlich um die Frage: «Was ist die öffentliche Hand bereit, für den ÖPNV auszugeben?»

Vorheriger Artikel++ Pause in der Stadt? – Eure Mittagstisch-Angebote in Trier am Mittwoch, 13. Oktober ++
Nächster ArtikelTolles Jubiläum: Aloysius Söhngen seit 30 Jahren Bürgermeister der VG Prüm

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.