Heimische Vielfalt kennenlernen: Der Schmetterling macht den Naturpark Südeifel bunter

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Foto: Naturpark Südeifel/Thomas Kirchen.

EIFEL. Im Naturpark Südeifel sind viele Schmetterlingsarten heimisch. Eine davon ist der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus), auch als Gemeiner Bläuling bekannt. Die männlichen Tagfalter sind auf der Oberseite blau mit einem sehr schmalen, schwarzen Rand und einheitlich weißem Fransensaum. Die Weibchen sind hingegen auf den Flügeloberseiten in der Grundfärbung dunkelbraun, selten auch ganz blau. Sie tragen dort orangefarbige Randflecke, meist auf Vorder- und Hinterflügeln. Beide Geschlechter haben auf der Unterseite eine graubraune Grundfärbung. Darauf befinden sich kleine schwarze Punkte und Striche, die weiß umrandet sind. Außerdem zieren orange gefärbte Flecken den Bereich in der Nähe der hinteren Flügelränder. Hauhechel-Bläulinge können von Frühling bis in den Herbst beobachtet werden, sie saugen am häufigsten an Hornklee.

Der Hauhechel-Bläuling besiedelt u.a. ungedüngte blütenreiche Wiesen im Naturpark Südeifel. Er legt seine Eier an Schmetterlingsblütler wie Weißklee, Hornklee oder Dorniger Hauhechel, die den Raupen als Futterpflanze dienen. Durch intensive Nutzung sind laut einer Studie der Europäischen Umweltagentur auf Weide- und Graslandschaften Schmetterlinge um fast 40 Prozent zurückgegangen im Zeitraum zwischen 1990 und 2019, darunter auch der Hauhechel-Bläuling. Wer dem Hauhechel-Bläuling ein Zuhause bieten und so zur Erhaltung der Art beitragen will, kann eine Blumenwiese anlegen, die die genannten Futterpflanzen enthält. Denn Schmetterlinge brauchen nicht nur Blütennahrung, sondern auch Raupenfutterpflanzen. So entsteht für den Falter auch im heimischen Garten ein geeigneter Lebensraum. Darüber hinaus können Teilflächen von Wiesen und Weiden ungemäht bleiben, zur Förderung der Art trägt außerdem eine geringe Düngung bei sowie die Erhaltung von blühenden Wildblumenstreifen an Wegen, Böschungen oder im Garten.

Über den Naturpark Südeifel:
Der Naturpark Südeifel ist ein Schutzgebiet mit einer Fläche von 432 Quadratkilometern in der Eifel, das sich wegen seiner landschaftlichen Vielfalt und dem damit verbundenen Artenreichtum der hier beheimateten Flora und Fauna für ein intensives Naturerleben besonders eignet. Er gehört zu den attraktivsten Landschaften Deutschlands, diese sind durch 16 Nationalparke, 18 Biosphärenreservate und 104 Naturparke geschützt. Natur ist dabei nicht nur Kulisse für touristische Aktivitäten, sondern Grundlage für einen großen Bereich des Tourismus. Denn diese als Nationale Naturlandschaften bezeichneten Schutzgebiete halten für touristische Gäste und Einheimische viele nachhaltige Möglichkeiten bereit, Natur zu erleben und sich in ihr zu erholen, ohne die Natur-Werte zu gefährden.

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