Mehr Untersuchungen möglich – Mobiles MRT am Klinikum Mutterhaus Mitte im Betrieb

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Das mobile MRT vor dem Haupteingang wird startklar gemacht. Chefarzt Prof. Dr. Dr. med. Boris Bodelle und MTRA Katja Winkler aus der Radiologie werden hierbei von den Applikationsspezialisten von Siemens Thomas Illigen und Thorsten Schulz (v.l.n.r.) mit der Technik vertraut gemacht. Foto: Bettina Leuchtenberg, Klinikum Mutterhaus der Borromäerinnen.

TRIER. Ab sofort steht den Patientinnen und Patienten des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen ein mobiler Magnetresonanztomograph (MRT) zur Verfügung. Hier finden diagnostische Untersuchungen für fast alle medizinische Fachbereiche des Krankenhauses statt.

Seit Mittwoch hat das Klinikum Mutterhaus Mitte mehr Möglichkeiten, mehr Patienten in einem MRT zu untersuchen. Der am vergangenen Freitag, dem 20. August angelieferte tonnenschwere MRT ist ein mobiles Zweitgerät zu dem bereits Vorhandenen in der Abteilung Radiologie. „Durch das Hochwasser in Ehrang ist auch das MRT der bei uns im Haus praktizierenden radiologischen Praxis zerstört worden,“ berichtet der kaufmännische Geschäftsführer Oliver Zimmer. Da dort auch viele Untersuchungen für unseren stationären Bereich stattgefunden haben, ist eine Lücke in der Versorgung entstanden. Diese können wir mit dem mobilen MRT am Klinikum Mutterhaus Mitte auffangen.“ Seit dem Hochwasser ist das Klinikum Mutterhaus Ehrang genau wie die dort befindlichen Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) geschlossen und ein Betrieb vor Ende 2022 ist derzeit nicht in Sicht. Alle medizinischen Abteilungen und MVZ konnten in den Kliniken Mitte und Nord unterkommen.

Chefarzt Prof. Dr. Dr. med. Boris Bodelle, der die Radiologie seit dem 1. August leitet, freut sich über die technische Unterstützung: „Es ist ein tolles Zeichen des Hauses, dass wir mit dem zusätzlichen MRT weiterhin unsere Patientinnen und Patienten bestmöglich untersuchen können. Das entlastet alle Abteilungen, die diese diagnostischen Bilder benötigen, um individuelle Therapien oder auch Operationen planen zu können.“ Das bildgebende Verfahren eines MRT bildet die Struktur und die Funktion von Gewebe, Organen und Gefäßen in einzelnen Scheiben beziehungsweise Schnitten ab. „Das Verfahren wird in nahezu allen unseren Fachabteilungen am Klinikum Mutterhaus eingesetzt – beispielhaft seien hier die Chirurgen und HNO-Ärzte genannt. Aber auch in der Tumordiagnosik im Onkologischen Zentrum, in der Gynäkologie, der Gefäßchirurgie, der Kardiologie oder in der Inneren Medizin bieten die Bilder aus dem MRT zuverlässige Hinweise zur Erkrankung der Patienten.“ Besonders froh ist Bodelle, dass mit dem zusätzlichen Gerät nicht nur mehr Patienten untersucht werden können. „Unsere MTRA können sich bei den Untersuchungen von Kindern nun auch mehr Zeit nehmen.“

Hochwasserhilfe von Siemens

Im Rahmen der Hochwasserhilfe unterstützt die Firma Siemens medizinische Einrichtungen in den betroffenen Gebieten. So konnte das Unternehmen auch dem Klinikum Mutterhaus als langjähriger Systempartnerin zeitnah einen zusätzlichen Magnetresonanztomographen (MRT) zur Verfügung stellen. Dank der Version als Auflader eines LKW ist er mobil einsetzbar. „Um das 31 Tonnen schwere Gerät vor dem Klinikum Mutterhaus platzieren zu können, mussten gewisse Vorkehrungen getroffen werden, die jedoch schnell erledigt werden konnten“, so der Leiter des GB Zentrale Dienste, Thomas Dewald. „Unsere Techniker haben nicht nur neue Stützelemente als Fundament gegossen, sondern auch von der Niederspannungs-Hauptverteilung unterirdisch eine 110 Meter lange Zuleitung verlegt, die mit einer Absicherung von 250 Ampere versehen ist.“

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