Maske, Lüften, Tests: Das sind die Corona-Regeln für den Schulstart

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Foto: Bernd Wüstneck/dpa/Symbolbild

MAINZ. Am Montag enden die Sommerferien in Rheinland-Pfalz. Der Unterricht geht im Präsenzbetrieb weiter, wie vor Beginn der Ferien. Schüler und Lehrer müssen dabei zahlreiche Corona-Regeln beachten, wobei „sorgfältig zwischen dem Gesundheitsschutz und den pädagogischen Erfordernissen abzuwägen sein“ wird, wie es von der rheinland-pfälzischen Landesregierung heißt.

Weiterhin angewandt werden die Regeln des Corona-Hygieneplans für die Schulen, demzufolge feste Sitzordnungen eingehalten werden müssen und Lerngruppen nicht durchmischt werden dürfen. Auch häufiges Lüften ist Pflicht: Vor Unterrichtsbeginn, nach Unterrichtende, in den Pausen und alle 20 Minuten während des Unterrichts. Das Lüften „ist weiterhin ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus“, erklärte die Landesregierung.

Wegen der steigenden Inzidenzen wird die vor Ferienbeginn z.T. abgeschaffte Maskenpflicht wieder eingeführt, mindestens für die ersten beiden Schulwochen, die laut Landesregierung „Präventionswochen“ sein sollen: Sowohl Schüler als auch Lehrer müssen den Mund-Nasen-Schutz im Schulgebäude bzw. auf dem Weg zum Sitzplatz tragen. Auf dem Schulhof besteht allerdings keine Maskenpflicht.

Bis zu den Herbstferien müssen ungeimpfte Schüler und Lehrer zwei vom Land bezahlte Selbsttests pro Woche durchführen, deren Ergebnisse anonymisiert an die Schulaufsicht weitergeleitet werden. Alternativ kann auch ein tagesaktuelles Testergebnis mitgebracht werden. „Damit wird die Teststrategie, die bereits vor den Sommerferien galt, weitergeführt“, heißt es von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Die oppositionelle CDU hatte noch mehr Testungen gefordert, auch um das Impfen attraktiver zu machen.

Wer in den letzten zehn Tagen vor Schulstart in einem Hochrisikogebiet war, muss in eine zehntägige Quarantäne absolvieren (Kinder unter 12: 5 Tage), egal ob das betreffende Gebiet schon vor oder erst während des Urlaubs als Hochrisikogebiet eingestuft wurde. Bei einem negativen Test nach fünf Tagen kann die Quarantäne auf fünf Tage verkürzt werden.

Laut Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) ist das rheinland-pfälzische Lehrpersonal fast komplett durchgeimpft. 27,6% der Jugendlichen zwischen 12 und 17 haben mindestens eine Impfung erhalten.

Nicht geimpfte oder genesene Schülerinnen und Schüler, die kurz vor Ende der Ferien aus einem Hochrisikogebiet zurückkehren, können zunächst nicht am Unterricht teilnehmen. Sie müssen stattdessen in Quarantäne. Das gilt, wenn sie zum Schulstart in den zurückliegenden zehn Tagen in einem Hochrisikogebiet waren. Es spielt laut Gesundheitsministerium auch keine Rolle, ob ein Land oder Region erst zum Hochrisikogebiet erklärt wurde als der Urlaub schon begonnen hatte.

Wer noch nicht geimpft sei, solle auf die vorhanden Angebote zurückgreifen. Die Landesregierung verwies u.a. auf den Familienimpftag am kommenden Samstag. CDU-Chef Baldauf forderte außerdem, mit Impfbussen zusätzliche Angebote direkt an Schulen zu machen.

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