Trier: Prozess nach versuchtem Goldschatz-Raub beginnt

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Römische Goldmünzen des Trierer Goldschatzes werden im Rheinischen Landesmuseum Trier platziert. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

TRIER. Nach dem versuchten Goldschatz-Raub aus dem Rheinischen Landesmuseum Trier beginnt heute der Prozess gegen einen der mutmaßlichen Täter. Die Anklage vor dem Landgericht Trier geht davon aus, dass der 28-Jährige mit zwei unbekannten Mittätern die mehr als 2600 Münzen aus purem Gold stehlen wollte. Es handelt sich um den weltweit größten Goldschatz der römischen Kaiserzeit. Er ist das Aushängeschild des Museums in Trier.

Die Täter waren in der Nacht zum 8. Oktober 2019 über ein Baugerüst ins Museum eingedrungen. Im Münzkabinett gelang es ihnen trotz brachialer Gewalt aber nicht, den Kubus aus Panzerglas über den Goldmünzen zu öffnen. Sie flüchteten ohne Beute, da die Alarmanlage ausgelöst worden war und die Polizei kam.

Der angeklagte Niederländer konnte anhand einer DNA-Spur, die an einer am Tatort zurückgelassenen Sporttasche gesichert wurde, ermittelt werden. Er wurde aufgrund eines europäischen Haftbefehls in den Niederlanden festgenommen und Mitte Dezember 2020 an Deutschland ausgeliefert. Die Anklage lautet auf versuchten schweren Bandendiebstahl.

Der Trierer Goldschatz war 1993 überraschend bei Bauarbeiten für ein Parkdeck in der ehemaligen Römerstadt gefunden worden. Sein archäologischer Wert ist nach Angaben der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz unschätzbar.

Da das Münzkabinett sicherheitstechnisch aufgerüstet wird, ist der Goldschatz im Museum derzeit nicht ausgestellt. Er werde wohl im Frühjahr 2022 wieder zu sehen sein, sagte jetzt der Direktor des Rheinischen Landesmuseums Trier, Marcus Reuter. Solange seien die Goldmünzen «an einem geheimen, sicheren Ort» untergebracht. (dpa)

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