Modellprojekt ausgebremst – Bundes-Notbremse ab Donnerstag im ganzen Saarland

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Foto: dpa-Archiv

SAARBRÜCKEN. Im Saarland gilt die Bundes-Notbremse ab diesem Donnerstag im ganzen Bundesland. Der Saarpfalz-Kreis hat als letzter Kreis im Land am Dienstag laut Robert Koch-Institut (RKI) die Inzidenz von 100 an drei Tagen in Folge überschritten, sodass dort ab Donnerstag die Einschränkungen nach dem neuen Bundesgesetz greifen. Damit ist das am 6. April gestartete Saarland-Modellprojekt, das auf Öffnungen auf der Basis von Tests setzt, dann in allen Kreisen im Land vorerst ausgebremst.

Die Bundes-Notbremse war am vergangenen Samstag zunächst im Regionalverband Saarbrücken und in den Kreisen St. Wendel, Saarlouis und Neunkirchen gezogen worden. Der Kreis Merzig-Wadern folgte am Dienstag, der Saarpfalz-Kreis zieht am Donnerstag nach. Die beiden Kreise waren die letzten, in denen das Saarland-Modell – wenn auch auf Ampelstufe gelb – noch wirkte.

Die Bundesregeln sehen für Kreise und Städte, in denen die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen an drei Tagen hintereinander über 100 liegt, massive Einschränkungen vor: Neben Schließungen wie der Außengastronomie gibt es nächtliche Ausgangsbeschränkungen von 22.00 Uhr bis 5.00 Uhr. Private Treffen sind auf einen Haushalt und eine weitere Person beschränkt.

Beim Saarland-Modell standen unter anderem Kinos, Theater und Fitnessstudios Bürgern offen, die einen negativen Corona-Test vorlegen konnten. Bei der gelben Ampel gab es eine erweiterte Testpflicht etwa im Einzelhandel. Am Dienstag stand die landesweite Inzidenz laut RKI bei 144,4 – nach 142,9 am Montag.

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