„Bund hat keine Ahnung von Kitas“: Landeselternausschuss kritisiert geplante Corona-Regeln

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Der Landeselternausschuss der Kitas in Rheinland-Pfalz hat die geplanten Corona-Regeln des Bundes zur Kinderbetreuung scharf kritisiert.

Kitas würden ab einer Inzidenz von 200 mit Schulen und Hochschulen gleichgesetzt werden, erklärte am Dienstag der Vorsitzende des Landeselternausschusses, Andreas Winheller. Es sei völlig unsinnig, auch für Kinder «Distanzunterricht» vorzuschreiben. «Der Bund hat halt keine Ahnung von Kitas – dann soll er sich da aber auch bitte raushalten», sagte Winheller.

Für Schulen sieht die Bundes-Notbremse Distanzunterricht vor, wenn die 7-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 200 überschreitet. Diese Bremse gilt auch für Kitas, die Länder können aber Notbetreuung ermöglichen.

Wenn den Ländern mit Blick auf die Berufstätigkeit der Eltern eine Notbetreuung an den Kitas ermöglicht werde, stehe «nur die Verwertungslogik im Vordergrund», kritisierte Winheller. «Kindeswohlaspekte werden völlig vergessen.» Der bisherige eingeschränkte Regelbetrieb an den Kitas in Rheinland-Pfalz habe hingegen sehr gut funktioniert.

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