„Mehr Geld“ gefordert: IG Metall setzt Warnstreiks unter Corona-Bedingungen fort

0
«Mehr Geld» fordern Beschäftigte von Schuler Pressen beim Warnstreik der IG Metall vor dem Werkstor. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

REGION TRIER/FRANKFURT. Die IG Metall hat am Mittwoch ihre Warnstreiks unter Corona-Bedingungen im Bezirk Mitte fortgesetzt.

An den Protesten beteiligten sich rund 3000 Beschäftigte aus 28 Betrieben in den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Saarland, Hessen und Thüringen, wie die Gewerkschaft in Frankfurt berichtete. Größere Einzelaktionen gab es beispielsweise bei PFW Aerospace in Speyer mit 1000 Teilnehmern und in Herborn, wo 240 Safran-Beschäftigte die Arbeit niederlegten.

Die Beschäftigten ließen sich auch in der Pandemie nicht davon abhalten, für ihre Arbeitsplätze und mehr Geld einzutreten, erklärte Bezirkschef Jörg Köhlinger laut einer Mitteilung. Wer Corona zum Arbeitsplatzabbau missbrauche, werde den Druck der Beschäftigten zu spüren bekommen. Die Warnstreiks werden in den kommenden Tagen fortgesetzt, kündigte der Verhandlungsführer an.

Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit rund 3,8 Millionen Beschäftigten vier Prozent mehr Lohn – wo es in einem Betrieb schlecht läuft, in Form von Lohnausgleich bei einer auf vier Tage abgesenkten Arbeitszeit. Die Arbeitgeber haben bislang Lohnerhöhungen frühestens für das Jahr 2022 in Aussicht gestellt und wollen automatische Abweichungen vom Tarifniveau für schwächere Betriebe. Die Warnstreiks haben am Dienstag begonnen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.