Datenschutzbeauftrager: Hype-App „Clubhouse“ höchst problematisch

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Die Social-Media-App «Clubhouse» verstößt nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Datenschutzbeauftragten Dieter Kugelmann mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung.

«Nach ersten Erkenntnissen ist die US-App aus Datenschutzperspektive höchst problematisch», sagte Kugelmann am Mittwoch in Mainz. In den vergangenen Tagen hatten auch mehrere Landespolitiker mitgeteilt, dass sie die Anwendung für Diskussionen nutzten.

Bei der Verwendung von Clubhouse werde von den Nutzern verlangt, «die auf ihrem Gerät gespeicherten Kontaktdaten anderer Personen zur Verfügung zu stellen, ohne dass diese dem zustimmen müssten», erklärte Kugelmann. Zudem sei in keiner Weise transparent, welche Daten die App dauerhaft speichere, etwa Mitschnitte von Gesprächen, und wie diese in Zukunft genutzt würden. «Man weiß als Nutzer nicht, was mit den Daten genau passiert.» Er könne den Menschen in Rheinland-Pfalz nur empfehlen, die App nicht herunterzuladen und nicht zu verwenden.

Clubhouse ist eine Social-Media-App aus den USA, mit der sich die Nutzer an Talkrunden beteiligen können. Man kann den Zugang zum Adressbuch bei der Anmeldung auch verweigern.

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