Rückgang: Corona-Maßnahmen bremsen auch andere Viren aus

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Symbolbild; Foto: dpa (Patrick Pleul)

Masken, Abstand und weniger Kontakte im Kampf gegen Corona bremsen auch andere Viren aus: Nach Angaben der DAK-Gesundheit sind in Rheinland-Pfalz nach dem ersten Corona-Lockdown 2020 viele andere Infektionskrankheiten um insgesamt 29 Prozent zurückgegangen. So seien landesweit 2020 mit rund 18 900 Fällen fast 7800 weniger als im Vorjahr gemeldet worden, teilte die Krankenkasse am Freitag in Mainz unter Berufung auf bislang unveröffentlichte Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) mit. Dabei wurden Zahlen von meldepflichtigen Krankheiten und Erregern wie beispielsweise Grippe, Tuberkulose, Windpocken und Noroviren berücksichtigt.

Grund für den Rückgang seien vor allem Schutz-Maßnahmen gegen Corona: «Die Hygienemaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie machen ihre Wirkung auch in anderen Bereichen deutlich. Der Rückgang der Infektionskrankheiten zeigt, dass teilweise auch die Übertragung anderer gefährlicher Krankheiten dadurch verhindert wird» sagte der Landeschef der DAK-Gesundheit in Rheinland-Pfalz, Michael Hübner. Auch Homeoffice, Kita- und Schulschließungen plus AHA-Regeln hätten einen positiven Einfluss gehabt.

Besonders deutlich war laut DAK-Gesundheit der Rückgang bei den Windpockenfällen im Land. Die gingen von 712 gemeldeten Fällen 2019 auf 393 Erkrankungen im Jahr 2020 zurück. Auch beim Norovirus gab es einen Rückgang von knapp 72 Prozent. Andere gefährliche Infektionen wie Denguefieber, die bisher bei Reiserückkehrern diagnostiziert wurden, nahmen demnach ebenfalls deutlich ab.

Auch die aktuelle Grippe-Saison 2020/21 habe nach bisherigen Meldedaten sehr verhalten begonnen. Und bereits im Frühjahr 2020 hätte die Grippewelle ein verfrühtes Ende gefunden – was auch auf die Corona-Maßnahmen zurückgeführt werde, hieß es. Die DAK-Gesundheit hat nach eigenen Angaben bundesweit rund 5,6 Millionen Versicherte, davon 340 000 in Rheinland-Pfalz.

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