Konsum statt Urlaub: Einzelhandel in Rheinland-Pfalz legt 2020 bis November zu

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Foto: dpa-Archiv

BAD EMS. Trotz des ersten Corona-Lockdowns im Frühling hat der rheinland-pfälzische Einzelhandel im vergangenen Jahr bis November ein Umsatzplus verbucht.

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigerte er seine Erlöse von Januar bis November 2020 real, also um Preisveränderungen bereinigt, um 4,4 Prozent. Nominal, also bewertet zu den jeweiligen Preisen, waren es plus 5,7 Prozent. Das teilte das Statistische Landesamt in Bad Ems am Donnerstag auf Basis vorläufiger Berechnungen mit. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 0,9 Prozent. Dabei wurden 1,8 Prozent mehr Vollzeitkräfte und 0,4 Prozent mehr Teilzeitmitarbeiter eingestellt.

Der Sprecher des Statistischen Landesamtes, Jürgen Hammerl, sagte: „Im ersten Lockdown gab es eine kleine Delle im Einzelhandel – zum Beispiel mit Textilien. Die Baumärkte waren damals aber geöffnet.“ Viele hätten seinerzeit zum Beispiel zu Hause renoviert. Auch etwa der Handel mit Fahrrädern habe im Jahresverlauf angezogen – und bei geschlossenen Restaurants der Verkauf von Lebensmitteln. „Die Leute sind weniger in den Urlaub gefahren und in den Konsum ausgewichen“, erklärte Hammerl.

Die Fachgeschäfte schlossen im zweiten Lockdown erst im Dezember 2020 wieder. Zuvor im November 2020 lagen die Umsätze im Einzelhandel in Rheinland-Pfalz real noch um 3,5 Prozent über denen des Vorjahresmonats. Nominal stiegen die Erlöse um 4,4 Prozent.

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