Untersuchungshäftling tot in seiner Zelle gefunden – 53-Jähriger hinterlässt Abschiedsbrief

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Ein Justizbeamter geht über einen langen Flur in einer Justizvollzugsanstalt. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archiv

SAARBRÜCKEN. Ein wegen Mordes angeklagter Untersuchungshäftling ist tot in seiner Zelle im Saarbrücker Gefängnis entdeckt worden.

Die Behörden gehen davon aus, dass er sich das Leben genommen hat. Der Mann habe einen Abschiedsbrief hinterlassen, teilte das saarländische Justizministerium am Dienstag in Saarbrücken mit. Es habe keine Hinweise darauf gegeben, dass der Gefangene sich habe umbringen wollen. Der 53-Jährige war zusammen mit zwei anderen Männern wegen Mordes in einem rund drei Jahrzehnte zurückliegenden Fall angeklagt worden.

Das Trio soll im September 1991 einen damals 27 Jahre alten Mann in ein Waldstück bei Wadgassen (Landkreis Saarlouis) gelockt und dort mit einem Stock und Tritten getötet haben. Die Leiche des Opfers konnte trotz aufwendiger Suche im vergangenen Jahr bislang nicht gefunden werden. Die Ermittlungen waren im Frühjahr 2020 nach Hinweisen aus dem persönlichen Umfeld eines der Beschuldigten wieder in Gang gekommen. Die drei Männer wurden im August in Untersuchungshaft genommen.

Der Prozess zu dem Fall soll nach Angaben des Justizministeriums im Februar beginnen. Was der Tod des Untersuchungshäftling für die Hauptverhandlung bedeutet, war unklar. Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

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