Barley, Dreyer und Co. – SpitzenpolitikerInnen zu Besuch an der BBS Gestaltung und Technik in Trier

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Als Erinnerung an ihren Besuch an der BBS Gestaltung und Technik erhielten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und die Vizepräsidentin des Europaparlaments Katarina Barley eine Kachel mit Schülerunterschriften. Gestaltet wurde diese von Gemeinschaftskunde-Lehrer Peter Adam und seinem Sohn Florian. Die Schülerinnen Michelle Zimmer (ganz links) und Alina Kurmangaliyev überreichten sie - mit Einweg-Handschuhen und Maske. Foto: BBS GuT/Anita Zender

TRIER. Stellt das Spannungsverhältnis von Freiheit und Sicherheit während der Corona-Krise eine Gefahr für die Demokratie dar? Diese Frage diskutierten SchülerInnen des Beruflichen Gymnasiums der Berufsbildenden Schule Gestaltung und Technik (BBS GuT) in Trier u.a. mit der stellvertretenden Präsidentin des Europaparlaments, Dr. Katarina Barley, Ministerpräsidentin Malu Dreyer sowie weiteren PolitikerInnen im Rahmen des schuleigenen Demokratietages.

„Wenn es um die Demokratie geht, bin ich immer gerne dabei, gerade auch in diesen Zeiten“, postet Katarina Barley, stellvertretende Präsidentin des Europaparlaments, einen Tag nach ihrem Besuch an der BBS Gestaltung und Technik in Trier auf ihrer Facebook-Seite. Bereits im Kindesalter machte die überzeugte Sozialdemokratin ihre „erste Demokratieerfahrung“, und zwar im Rahmen einer Unterschriftenaktion für ein besseres Spielplatzangebot in einem Kölner Vorort. 

Barley ist am Vortag zur Deutschen Einheit Gast beim schulinternen Demokratietag im Rahmen des Programms „Miteinander Gut Leben – Rheinland-Pfalz gegen Hass und Hetze“ in Kooperation mit dem Respekt Coach Melanie Metzger-Nikolic/Caritasverband Trier e.V. Ebenfalls gekommen ist Ministerpräsidentin Malu Dreyer sowie die Landtagsmitglieder Sven Teuber (SPD), Jutta Blatzheim-Roegler (Bündnis 90/Die Grünen) und Arnold Schmitt (CDU). Ergänzt wird die Runde auf kommunaler Ebene durch Thorsten Wollscheid (Vorsitzender CDU Trier) und Julian Theiss (erster Sprecher der Linken, Stadtverband Trier), von der Grünen Jugend RLP ist Jonas Volkmann vor Ort.

Im Mittelpunkt der Diskussion steht dabei die Frage, inwieweit die Corona-Krise und die damit einhergehenden Spannungen zwischen Sicherheit auf der einen sowie Freiheit auf der anderen Seite demokratiegefährdend ist. Als große Gefahr sehe man hierbei die Verschwörungstheoretiker und Anti-Corona-Demonstranten. Doch wie damit umgehen, möchte der Schüler Hendrik Wilms von den geladenen Politikern wissen? Landtagsabgeordneter Sven Teuber (SPD) unterstreicht in seiner Antwort, dass man immer offen für den Dialog bleiben müsse. Teuber: „Dies setzt aber voraus, dass auch beide Seiten kommunizieren möchten.“ 

Großes Engagement und Interesse daran, etwas bewegen und verändern zu wollen, eint alle Gäste der Diskussionsrunde unabhängig ihrer Parteizugehörigkeit. Dass die Wege dorthin mitunter sehr lang sein können – vor allem wenn es ums Klima geht – beschäftigt die SchülerInnen ebenso sehr. „Corona hat uns gezeigt, dass die Politik in einer Krisensituation sehr schnell handeln kann. Können wir hoffen, dass dies auch für den Klimawandel gilt, und präventiv gute Maßnahmen getroffen werden?“, fragt deshalb Fabian Daubenspeck.

In ihrem Statement hierzu betont Ministerpräsidentin Dreyer, dass Digitalisierung und Klimawandel nach wie vor die beiden großen Themen seien, denen man sich intensiv widme. Auf Trier bezogen hebt Parteikollege Sven Teuber hervor, dass Trier eine Klimastadt sei. „Mehr als die Hälfte der Energie in der Stadt ist erneuerbar“, erklärt er. 
Zum Handling der Pandemie stellt Landtagsabgeordneter Arnold Schmitt (CDU) fest, dass für Corona „die Blaupause gefehlt hat“ und „alles ein ganz neuer Prozess war“. Schließlich ermuntert Malu Dreyer das jugendliche Publikum, die vielfältigen Informationsmöglichkeiten zu nutzen, dem Warn- und Aktionsplan von Rheinland-Pfalz zu vertrauen sowie im Zweifelsfall auch gerne eine Nachricht an die Staatskanzlei zu schicken. Die Ministerpräsidentin zeigte sich optimistisch („irgendwann wird’s wieder anders“) und sehr zuversichtlich: „Ich glaube, wir schaffen das.“
Positiv ist auch das Fazit, dass die beiden Gemeinschaftskunde-Lehrer und Mit-Organisatoren vor Ort, Peter Adam und Tobias Fontaine, ziehen. Die Jugendlichen hätten die Diskussionsrunde durchweg als gewinnbringend erlebt. „Darüber hinaus sind die inspirierenden Lebensläufe von Politikerinnen wie Katarina Barley, Malu Dreyer und Jutta Blatzheim-Roegler gerade auch für Schülerinnen mutmachend“, betont Fontaine. 

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