Zahl der gesprengten Geldautomaten weiter hoch

0
Foto: dpa-Archiv

RLP. Die Zahl der in Rheinland-Pfalz gesprengten Geldautomaten liegt weiter auf hohem Niveau. In den ersten sechs Monaten des Jahres gab es 17 Sprengungen, wie das Landeskriminalamt (LKA) in Mainz auf Anfrage der dpa mitteilte.

Dabei waren die Kriminellen bis zum Stichtag am Freitag (5. Juli) in neun Fällen erfolgreich, acht Mal blieb es beim Versuch. Insgesamt richteten sie den Angaben zufolge einen Schaden von mehr als 730 000 Euro an.

Seit Jahren steigt die Zahl dieser Verbrechen: 2016 wurden 5 Sprengungen gezählt, 2017 waren es 23, im vergangenen Jahr 26. Dabei gelangten im Jahr 2018 die Täter 17 Mal ans Bargeld, in 9 Fällen gingen sie leer aus. Das LKA geht davon aus, dass hauptsächlich «hochprofessionell arbeitende» Banden sowie einzelne Nachahmer am Werk sind. «Es gibt bislang keine Hinweise darauf, dass die Taten durch Nachahmungstäter zunehmen», sagte eine Sprecherin der Behörde.

Das Wissen besorgen sich die Kriminellen oft im Internet. Um ans Geld zu gelangen, leiten sie meist ein Gas in den Automaten ein, das sie zur Explosion bringen. Dadurch richten sie zum Teil an den Häusern größere Schäden an als mit dem eigentlichen Diebstahl des Geldes. Die Ermittlungen werden für Rheinland-Pfalz zentral beim Polizeipräsidium Mainz geführt, die landesweite Auswertung übernimmt das LKA.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.