Detektiv-Affäre! Saarländischer Oberbürgermeister verurteilt

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Der Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind. Foto: Oliver Dietze

HOMBURG. Im Untreue-Prozess wegen einer Detektiv-Affäre ist der Homburger Oberbürgermeister Rüdiger Schneidewind (SPD) zu 15 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Stadtoberhaupt soll zudem eine Geldbuße von 10 000 Euro zahlen, wie das Landgericht Saarbrücken am Donnerstag entschied.

Schneidewind hatte Mitarbeiter des städtischen Baubetriebshofs von Detektiven überwachen lassen, ohne den Stadtrat zu informieren. Der 50-Jährige wollte nach eigenen Angaben Missstände aufdecken. Der Staatsanwaltschaft zufolge entstand der Kreisstadt Homburg durch den «pflichtwidrig» erteilten Auftrag ein erheblicher Finanzschaden.

Schneidewind hatte sich zu Prozessbeginn für die Beauftragung der Detektive entschuldigt. Die Staatsanwaltschaft hatte für das Stadtoberhaupt eine Bewährungsstrafe von zehn Monaten gefordert. Zudem sollte Schneidewind nach dem Willen der Behörde 12 000 Euro für gemeinnützige Zwecke zahlen. Die Verteidigung hatte Freispruch gefordert. (dpa)

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