Vorsicht: Erstmals «Blaualgen-Teppiche» in der Mosel

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Blaualgen-Teppich

Bildquelle: dpa-Archiv

REGION TRIER/MAINZ (dpa/lrs). In Teilbereichen der Mosel ist erstmals eine massenhafte Ausbreitung von Cyanobakterien festgestellt worden, die auch als Blaualgen bekannt sind.

Zwischen Traben-Trarbach und Koblenz sollten daher vorsorglich Gewässer- und Uferbereiche mit deutlich türkiser Färbung gemieden werden, teilte das Umweltministerium am Donnerstag in Mainz mit. Dies gelte für Kleinkinder, aber auch für Badende und Wassersportler.

«Das Trinken oder Verschlucken von Moselwasser ist zu vermeiden, auch Haustiere sind vom Moselwasser fernzuhalten», sagte Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne). Blaualgen können für den Menschen schädliche Stoffe bilden und Hautreizungen, Übelkeit sowie Durchfall auslösen.

«Mir ist eine Ausbreitung in der Form an der Mosel bislang nicht bekannt», sagte der Leiter des Referats Gewässerökologie und Fischerei beim Landesamt für Umwelt, Lothar Kroll. Blaualgen kämen im Sommer immer mal wieder in stehenden Gewässern vor, vereinzelt seien sie auch in langsam fließenden Flüssen zu finden. Dass sie aber derart Oberwasser bekommen wie nun in der Mosel, sei neu.

Die Dominanz der Blaualgen in Teilen der Mosel könnte mit der explosionsartigen Ausbreitung des Fisches Schwarzmundgrundel zu tun haben, sagte Kroll. Die Grundeln, die jedes Jahr mehr würden, hätten von April bis September ständig Nachwuchs, der sich von kleinen Wasserflöhen und Hüpferlingen ernähre. «Wenn viele davon gefressen werden, ist dann keiner mehr da, der die Algen frisst», sagte Kroll.

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