Größeres Rotsignal soll Auffahren vermeiden

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Symbolfoto

Bildquelle: Music 4 Life

TRIER. Auffällig viele Auffahrunfälle an Ampeln gab es im vergangenen Jahr auf Triers Straßen. Dies stellte die städtische Unfallkommission mit Experten von Straßenverkehrs-, Tiefbau- und Planungsamt sowie der Polizei fest. Als Konsequenz soll das rote Signallicht vergrößert werden – nur eine von mehreren Maßnahmen, die Unfälle vermeiden sollen.

Mit 33 Unfällen hat es im Bereich St.-Barbara-Ufer/Südallee/Kaiserstraße/Römerbrücke Ost 2015 am häufigsten gekracht. Dennoch: Laut Christian Fuchs vom Straßenverkehrsamt sind 33 Unfälle im Rahmen, da dieser Bereich mit 40.000 Fahrzeugen pro Tag einer der am höchsten belasteten in der Stadt sei. Der Spitzenwert erkläre sich auch dadurch, dass drei frühere Unfallhäufungsstellen für die statistische Erfassung zu einer zusammengefasst wurden.

Aufgefallen sind den Experten viele Auffahrunfälle an Ampeln auf der östlichen Uferstraße, etwa im Bereich Pacelliufer/Pellinger Straße, St.-Barbara-Ufer/Hohenzollernstraße sowie am Katharinen- und Krahnenufer/Böhmerstraße. Um diese zu vermeiden, sollen die Ampeln mit einem größeren Rotsignal ausgestattet werden: 30 Zentimeter Durchmesser statt der üblichen 20.

Eine Unfallhäufungsstelle, die Jahr um Jahr in der Statistik auftaucht, ist der Bereich Martinsufer/Ausoniusstraße. 30 Mal krachte es dort 2015. Auch hier stellten die Experten ungewöhnlich viele Auffahrunfälle vor der Ampel aus Fahrtrichtung Konz fest, weshalb auch hier das Rotlicht ausgetauscht wird. Weitere Unfallursache sind plötzliche Spurwechsel auf der Kreuzung – trotz erhöhter rot-weißer Schwellen, die dies eigentlich verhindern sollen.

Relativ viele Unfälle gab es 2015 auch im Bereich Linden-/Ascoli- Piceno-Straße in Trier-Nord (25). Meist handelt es sich um Auffahrunfälle beim Rechtsabbiegen in die Ascoli-Piceno-Straße. Geplant ist, die rechte der beiden Abbiegespuren auf der Lindenstraße zu sperren. Das rechtwinkligere Auftreffen der linken Spur – so die Hoffnung der Experten – könnte den Einblick in den Verkehr von links erleichtern. Sie hoffen damit auf eine Reduzierung der Unfälle.

10 KOMMENTARE

  1. Das sind überwiegend Kreuzungen an denen man häufig beobachten kann dass wenn die Ampel auf Gelb springt noch einmal kräftig Gas gegeben wird und teilweise auch bei Rot noch gefahren wird. Ich schaue immer noch ob nicht noch ein Hirni bei Rot durchfährt bevor ich bei Grün losfahre. Es kann aber auch ganz schnell passieren dass wenn man bei Gelb vorschriftsmässig abbremst der nachfolgende Wagen auffährt weil der noch gerne über die Kreuzung gefahren wäre und beschleunigte statt abbremste.

    Sinnvoller wäre eine Kameraüberwachung statt grösserer Leuchten für Rot .

  2. Die meisten sind wahrscheinlich an den Stellen irritiert, dass gebremst anstatt noch über die Kreuzung gefahren wird… Die Einstellung gegenüber dem Rotlicht ist ja hier in der Stadt eher „lässig“ gehalten.

  3. Größere Rotlichtsignale? Absoluter Quatsch. Rot- und Grünphasen sinnvoll schalten sollte eine erste Maßnahme sein.
    Man schaue sich nur die Kreuzung Theodor-Heuss-Allee und Paulinstraße an … dass es hier noch nicht zu größeren Unfällen bzw. Unfällen überhaupt gekommen ist, ist für mich persönlich ein wahres Wunder! Wie kann eine Ampelschaltung derart gestaltet werden?! Der Verkehrsteilnehmer, der sich im Vorfeld ordnungsgemäß in den Verkehr einordnet um geradeaus über die Kreuzung (Richtung Krankenhaus/Lindenstraße) zu fahren (nämlich in der rechten Spur), wird regelrecht durch die Grünphase der Fußgängerampel in der Paulinstraße ausgebremst, da die Rechtsabbieger zur Paulinstraße halten müssen.
    Was machen die super Intellektuellen? Sie fahren auf der linken Spur und ziehen mitten auf der Kreuzung über die Busspur auf die rechte Fahrbahn und das teilweise ohne Rücksicht auf ordnungsgemäße Autofahrer oder sonstige Verkehrsteilnehmer !!
    Hier sollte die Ampelschaltung anders geregelt werden. Dann sind größere Rotsignale auch an dieser Stelle absolut unnötig. Die Kosten hierfür könnten eingespart und definitiv an anderer Stelle weitaus sinnvoller (sage nur marode Sporthallen / marode Schulen – sprich für unsere Kinder) eingesetzt werden!

    Sämtliche Fußgängerampeln sollten an dieser Kreuzung sollten zeitgleich eine Grünphase geschaltet bekommen. Somit wäre auch den Fußgängern geholfen. Des weiteren wäre ein ordnungsgemäßer Abfluss Richtung Nordallee / Lindenstraße sowie auch in die Paulinstraße gewährleistet. Ein sehr großer Gefahrenknoten in Trier wäre damit entschärft !!!

    • Das kommt noch dazu… Wenn man sich tatsächlich an die vorgeschriebenen 50 km/h hält, kann man in den wenigsten Fällen auch die grüne Welle nutzen. Ist doch dann kein Wunder, dass am Moselufer entsprechend gefahren wird.

  4. Größeres Rotsignal ?
    Was helfen würde, wären Kontrollen ob bei Rot noch gefahren wird.
    Und ja, es wird bei Rot gefahren, kann man morgens im Berufsverkehr beobachten, und Abends im Feierabendverkehr.
    Fahre seid knapp 15 Jahren diese Strecke Morgens und Abends, Abenteuerlich wie da gefahren wird.
    Das nicht noch mehr Unfälle passiert sind, wundert mich eigentlich.
    Auch das Abbiegen als U-Turn ist am Moselufer an den meisten Stellen nicht erlaubt, interessiert auch niemanden.
    Kontrolle habe ich noch keine gesehen…

    • Für die Kontrollen ist das Land zuständig. Diese sind aber nicht erwünscht weil nicht wirtschaftlich.

      • Nicht wirtschaftlich? Was dem Land da jeden Monat durch die Lappen geht, hätte ich liebend gerne auf meinem Konto – damit würde ich mich glatt selbstständig machen.
        Ich kann mich da nur anschließen, dass es mich wundert, dass nicht deutlich mehr Unfälle passieren. Aber vermutlich liegt es daran, dass schon viele damit rechnen und dann entsprechend vorsichtig sind.

  5. Vor Jahrwn haben Studenten der Stadt angeboten als Projektarbeit eine neue Ampelsteuerung zu entwickeln inkl. Verkehrszählung. Für die Stadt vollkommen kostenlos .
    Aber der seinerzeitige Baudezernent Peter “ Graf Münchhausen“ Dietze ( SPD) hat ganz schnell festgestellt das sich das nicht optimieten ließe weil es ja sowieso schon perfekt sei.

    • Da weiss man gar nicht, was man noch dazu sagen soll… Der seinerzeitige Baudezernent war aber selbst schon Autofahrer und auch in Trier unterwegs, oder? Oder hat er sich vielleicht fahren lassen? Das fällt doch noch zwangsläufig auf, selbst wenn man die Missstände nicht sehen will…
      Unfassbar!

  6. Angeblich soll die Ampelsteuerung in Trier aus drei unterschiedlich alten und nicht kompatiblen Systemen bestehen , da wundert es nicht dass es keinerlei grüne Welle gibt, die Busvorangschaltung trägt auch nicht unbedingt dazu bei den Verkehr flüssiger zu halten und bei allem was hier verkehrstechnisch im argen liegt habt man nichts besseres vor als grössere Rotlichte zu installieren.
    Wenn alle Dezernate dermassen unprofessionell arbeiten wundert mich nicht dass die Lösung vieler Probleme der Stadt auf den Sankt Nimmerleinstag verschoben werden .
    Betreffend Peter Dietze, er hat so viele Aussagen gemacht , z.b. in Verbindung mit der Landesgartenschau und der verkehrstechnischen Anbindung des gesamten Höhenstadtteils, von denen aber auch keine eingehalten wurde.

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