Wadephul warnt in Mainz vor außenpolitischer Schwächung durch AfD

Bundesaußenminister und CDU-Politiker Wadephul kritisiert die AfD scharf. Das Bekenntnis zu Europa, der Westbindung und dem transatlantischen Verhältnis teile die Partei nicht.

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Bundesaußenminister Johann Wadephul (l.) und Ministerpräsident Gordon Schnieder (beide CDU). Foto: Andreas Arnold/dpa

MAINZ. Bundesaußenminister Johann Wadephul hat vor den außenpolitischen Folgen einer Regierung mit der AfD gewarnt. «Ein Deutschland, in dem die AfD Macht erhält, ist in dieser Welt schwächer», sagte Wadephul in Mainz.

Das Bekenntnis zu Europa, zur Westbindung, zum transatlantischen Verhältnis sowie zu einer Absage an nationalistische Dominanzträume teile diese Partei nicht. «Sie biedert sich einem russischen Diktator an und trampelt so auf den Interessen eines Landes herum, das sie vorgibt, vertreten zu wollen», mahnte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit der Stresemann-Gesellschaft. «Wer für (Kremlchef Wladimir) Putin ist, ist nicht für Deutschland.»

Die AfD setze auf Ausgrenzung, Abschottung und die Spaltung der Gesellschaft. Sie spüre Unsicherheiten auf und vergifte mit Parolen der vermeintlich einfacher Lösungen jedes politische Ringen um wirksames Handeln, kritisierte Wadephul als gewähltes Mitglied des Bundestages.

In den Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin finden im September Wahlen statt. In den beiden Flächenländern lag die AfD in Umfragen zuletzt auf dem ersten Platz.

Regierungschef betont starkes und handlungsfähiges Europa

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) warnte davor, dass die europäische Zusammenarbeit durch Nationalismus, Populismus und autoritäre Strömungen herausgefordert werde. Umso wichtiger sei es, die Werte zu verteidigen.

«Wir stehen in Europa vor großen Herausforderungen: wirtschaftliche Umbrüche, die Folgen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine, Energieversorgung oder Migration», erklärte Schnieder. Die Antwort darauf könne nur ein starkes und handlungsfähiges Europa sein.

Stresemann-Gesellschaft sitzt in Mainz

Die Stresemann-Gesellschaft wurde 1955 gegründet und hat ihren Sitz in Mainz. Die Gesellschaft erinnert an den früheren Reichskanzler und Friedensnobelpreisträger Gustav Stresemann und fördert nach eigenen Angaben den gesellschaftlichen Dialog sowie das Verständnis für die Außen- und Europapolitik. (Quelle: dpa)

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1 Kommentar

  1. Was mag sich der Typ links nebem dem Wadepuhl, der der mit dem Handy spielt, denken?
    1. Wow, super, das ist der richtige Mann für diesen Job.
    2. Na, was labert der Alte da?
    3. Gähn, der gleiche Schwätzer wie alle anderen.
    4. Hoffentlich merkt keiner dass ich nebenher Por.nos auf meinem Handy gucke…

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