KONZ – Eine monatelange Serie von Tierquälereien entlang der Mosel konnte jetzt von der Kripo Trier aufgeklärt werden.
Seit dem Spätherbst 2025 registrierten die Behörden auf dem Flussabschnitt zwischen Trier und Konz zahlreiche verletzte Wildvögel. Mehrere Nilgänse sowie ein Höckerschwan wiesen Schussverletzungen auf, die eindeutig von einer Armbrust stammten. Insgesamt geht die Polizei von einer Kette von mindestens 15 dokumentierten Einzelangriffen aus.
Strukturierte Ermittlungsarbeit führt zum Tatverdächtigen
Die Funde der verletzten Tiere führten zu einer intensiv geführten Ermittlung der zuständigen Spezialdienststellen. Durch Zeugenhinweise und kriminalistische Kleinarbeit kristallisierte sich schließlich ein 43-jähriger Mann aus der Stadt Konz als Hauptverdächtiger heraus. Am Dienstag, dem 9. Juni 2026, vollstreckten die Beamten schließlich einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss für die Wohnräume des Mannes, um Beweismittel für das anstehende Strafverfahren zu sichern.
Sicherstellung der Beweismittel und rechtliche Konsequenzen
Der Zugriff in der Wohnung verlief erfolgreich. Die Ermittler stellten eine Armbrust als mutmaßliche Tatwaffe sowie diverse Datenträger sicher. Diese Beweisstücke werden zurzeit digitalforensisch ausgewertet, um das genaue Tatmotiv und die Hintergründe aufzuklären. Die Staatsanwaltschaft prüft nun Anklagen wegen Jagdwilderei und Verstößen gegen das Waffen- und Tierschutzgesetz. Das Gesetz sieht für diese Delikte empfindliche Geldstrafen oder Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren vor.














