Rollstuhl-Basketball: 20 starke Minuten reichen Dolphins nicht

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Bildquelle: Dolphins Trier

WETZLAR. Die GOLDMANN Dolphins Trier haben ihr schweres Auswärtsspiel beim Serienmeister RSV Lahn-Dill verloren. Nach einer starken ersten Halbzeit musste sich das Team von Liga-Topscorer Dirk Passiwan vor fast 1000 Zuschauern mit 45:68 (27:32) geschlagen geben. Die Trierer boten dabei eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber der Niederlage vor Wochenfrist im Heimspiel gegen St. Vith.

„Ein Spiel dauert nun mal 40 Minuten. Wir haben in der ersten Halbzeit wohl die beste Saisonleistung gezeigt und Lahn-Dill das Leben schwer gemacht“, bilanzierte Dirk Passiwan nach dem Spiel, in dem er auf Janet McLachlan und Peter Müller verzichten musste.

Recht hatte er. Mit einem 6:0-Lauf in den ersten drei Minuten hinterließen die Gäste vor rund 1000 Zuschauern in Wetzlar mächtig Eindruck. Danach kam das Starensemble von Trainer Nicolai Zeltinger aber besser ins Spiel. Die Dolphins standen in der Defensive gut und in der Offensive kamen sie auch immer wieder zu Punkten und lagen trotz der effektiven Verteidigung der Gastgeber gegen Liga-Topscorer Dirk Passiwan nach dem ersten Viertel mit 19:12 vorne.

Auch im zweiten Viertel entwickelte sich ein intensives Spiel auf Spitzenniveau. Der amtierende Meister wollte Wiedergutmachung für die schmerzliche Niederlage gegen das RSB Team Thüringen und zeigte eine starke Offensiv-Leistung nach vorne. Defensiv agierte Lahn-Dill – die komfortable Personalsituation macht diese kräfteraubende Spielweise möglich – mit einer Ganzfeldpresse, die bis zum Ende des Spiels zu 18 Trierer Ballverlusten führte. Bis zur Halbzeit blieben die Dolphins aber dran (27:32).

Die Pausenansprache von Trainer Dirk Passiwan war deutlich: „Glaubt an euch. Habt Vertrauen in eure Würfe.“ Dieses Motto sollte in den ersten drei Minuten der zweiten Halbzeit jedoch nicht aufgehen. Beide Seiten konnten den Ball nicht im gegnerischen Korb unterbringen. Erst nach knapp sieben Minuten drehte der Serienmeister aus Wetzlar auf. Vor allem Michael Paye traf im dritten Viertel aus fast allen Lagen und stellte fast im Alleingang die 44:34 Führung vor dem Schlussabschnitt her.

Im letzten Viertel wollten die Trierer noch einmal alles riskieren. Doch die Würfe wollten einfach nicht fallen. Punkt für Punkt konnte die Mannschaft aus Wetzlar wegziehen. Joe Bestwick nutze seine körperliche Überlegenheit clever aus und konnte insgesamt 20 Punkte beisteuern. Nach fünf Minuten war der Abstand erstmals auf über 20 Punkte gestiegen. Zeit für Dirk Passiwan, verschiedene Lineups auszuprobieren. Mit Martin Koltes, Florian Ewertz und der Nachwuchsspielerin Valeska Finger konnten sich gleich drei Ergänzungsspieler über Einsatzzeiten freuen.

„Wir sind zurück. Wir haben als Team gespielt und sind auf dem richtigen Weg“, sagte Hermann Anell, Co-Trainer der Dolphins nach dem Spiel. Auch Dirk Passiwan schlug in die gleiche Kerbe:“ In der ersten Halbzeit haben wir gut gespielt. Darauf können wir im schweren Spiel gegen Köln aufbauen. Wir müssen allerdings unsere Ballverluste minimieren und cleverer sein. In der zweiten Halbzeit haben wir es dem Gegner zu einfach gemacht. Aber wir werden uns gut vorbereiten, um Köln zu schlagen.“ red/wir

GOLDMANN Dolphins Trier: Diana Dadzite (2), Florian Ewertz (2), Valeska Finger (0), Chad Jassman (0), Martin Koltes (0), Dirk Passiwan (14), Karlis Podnieks (9), Tyler Saunders (8), Marc van de Kuilen (10)

RSV Lahn-Dill: Björn Lohmann (0), Christopher Huber (0), Dirk Köhler (2), Felix Schell (7), Jan Haller (0), Joseph Bestwick (20), Marco Zwerger (0), Michael Paye (13), Nico Dreimüller (0), Steven Serio (18), Thomas Böhme (8)

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