LINDEN/WITTLICH – Die juristische Aufarbeitung eines schweren Gewaltverbrechens im Kreis Kaiserslautern hat eine entscheidende Wendung genommen.
Nach einer tödlichen Messerattacke im Juni auf einem Spielplatz in Linden wurde nun der Haftbefehl gegen den 40-jährigen Tatverdächtigen eröffnet. Die Staatsanwaltschaft sieht den dringenden Verdacht des Totschlags als gegeben an. Aufgrund akuter Fluchtgefahr ordnete das zuständige Gericht die Untersuchungshaft an. Der Beschuldigte wurde in das Justizvollzugskrankenhaus Wittlich verlegt.
Tragischer Hintergrund einer Familientragödie
Die Hintergründe der Tat werfen ein Licht auf eine vorangegangene familiäre Krise. Der Beschuldigte, ein US-amerikanischer Staatsbürger, soll seine 37-jährige Ehefrau im Beisein von drei der gemeinsamen vier Kinder mit einem Messer am Hals tödlich verletzt haben. Unmittelbar nach der Tat fügte sich der Mann selbst schwere Schnittverletzungen am Hals zu. Er musste wochenlang auf einer Intensivstation medizinisch behandelt werden, weshalb die Eröffnung des Haftbefehls erst jetzt erfolgen konnte. Zu den schweren Tatvorwürfen schweigt der Mann bislang.
Behörden befassten sich bereits im Vorfeld mit der Familie
Wie nun bekannt wurde, war die Familie den Behörden und der Justiz bereits vor dem Vorfall bekannt. Das Familiengericht Kaiserslautern hatte bereits Ende März eine einstweilige Anordnung gegen den 40-Jährigen erlassen.
Diese sah vor, dass die elterliche Sorge des Mannes vorläufig ruht. Als Grund für diesen drastischen Schritt wurden psychische Probleme des Mannes sowie ein vorausgegangener Suizidversuch genannt. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zur Rekonstruktion des exakten Tatablaufs dauern weiterhin an.












