TRIER. Das Deutschlandfinale der World Robot Olympiad (WRO) in der SWT Arena war ein voller Erfolg: Rund 450 Kinder und Jugendliche in 136 Teams präsentierten ihre Roboterlösungen und begeisterten insgesamt über 3000 Besucher. Darunter waren mehr als 1000 Gäste, die gemeinsam mit den Teams aus ganz Deutschland angereist waren, sowie etwa 2000 Tagesgäste aus Trier und Umgebung, die das Robotik-Event hautnah miterlebten.
Unter dem diesjährigen Motto „Robots Meet Culture“ entwickelten die jungen Technikfans innovative und kreative Roboter, die beeindruckende Aufgaben lösten oder innovative Ideen für zukünftige Robotertechnologien präsentierten. Neben dem Wettbewerb bot das von Oberbürgermeister Wolfram Leibe eröffnete Event auch ein vielseitiges MINT-Rahmenprogramm mit zwölf Mitmachständen, und Workshops gaben spannende Einblicke in die Welt der Technik und Robotik.
So präsentierten beispielsweise Tim und Malte vom Gymnasium im thüringischen Schmalkalden ihren Prototyp eines Roboters, der – wenn er einmal in großer Ausführung gebaut wird – die Markierungen auf dem Fußballplatz machen und gleichzeitig auch noch den Rasen mähen kann. Etwa ein Jahr lang haben die beiden 13-Jährigen daran getüftelt – jetzt zieht er auf dem grünen Teppich an ihrem Infostand schnurgerade weiße Linien. Doch nicht nur für die Markierungen auf dem Sportplatz wurden technische Lösungen präsentiert, sondern auch in der Archäologie: „Archie“, der Archäologie-Roboter unterstützt bei der aufwändigen Vermessung und Dokumentation von Ausgrabungsflächen, indem er das Feld selbstständig abfährt und dabei mit Sensoren und Kamera untersucht und erfasst.
Die rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Dr. Ute Eiling-Hütig, die sich vor Ort ein Bild machte, sagte: „Das Deutschlandfinale der World Robot Olympiad ist nicht nur ein Festival der Technik, es ist ein Festival der Neugier. Denn Neugier ist das, was junge Menschen antreibt zum Tüfteln, zum Forschen, zum Ausprobieren und schließlich zum Erkenntnisgewinn. Was die besten Nachwuchs-Roboterbauer aus Schulen in ganz Deutschland hier in Trier vorführen, ist absolut beeindruckend und zeigt: MINT-Bildung wirkt, wenn sie Kinder und Jugendliche bei ihrer natürlichen Neugier packt, begeistert und richtig fördert.“
Am Ende des zweitägigen Wettbewerbs freuten sich 22 Teams über die Qualifikation für die internationalen Events der World Robot Olympiad: Sie vertreten Deutschland nun beim Europafinale im Oktober 2026 in Kroatien sowie beim großen Weltfinale im Dezember 2026 in Puerto Rico.
Markus Fleige, Vorsitzender des Vereins „Technik begeistert“, der die WRO organisiert, sagte: „Trier war an diesem Wochenende das Zentrum der deutschen Robotik-Nachwuchsszene. Die Begeisterung der Teams, das Engagement der vielen Ehrenamtlichen und die große Unterstützung unserer Partner haben dieses Deutschlandfinale zu etwas Besonderem gemacht.“ Der Verein bedankte sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, den rund 100 Ehrenamtlichen sowie den zahlreichen Partnern aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft, die zum Gelingen des Events beigetragen haben. Dazu gehören unter anderem das Kommunale Bildungsmanagement der Stadt, die Stadtwerke und die Sparkassen der Region.
Der für Weiterbildung zuständige Dezernent Markus Nöhl unterstrich: „Was für ein tolles Event! Unser Bildungs- und Medienzentrum richtet den WRO-Regionalentscheid seit vielen Jahren aus und wir sind sehr stolz, dass sie das nationale Finale nun zu uns nach Trier holen konnten. So konnten wir zeigen, dass wir ein großer Standort der MINT-Förderung sind.“ (Quelle: Stadt Trier)
















