KI-Kooperation von Trier, Koblenz, Mainz, Ludwigshafen – „Vier Städte, ein digitales Ökosystem“

0
Foto: Nico Tapia/dpa/Illustration

TRIER. Die Städte Mainz, Ludwigshafen, Trier und Koblenz haben ihre Zusammenarbeit beim Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Verwaltung vertraglich besiegelt. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung wird das gemeinsame Projekt „Vier Städte, ein digitales Ökosystem – Gemeinsam Zukunft gestalten in der Verwaltung mit KI“ langfristig aufgestellt.

„KI ist eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien unserer Zeit – auch und gerade für die kommunale Verwaltung. Angesichts steigender Anforderungen und demografischer Herausforderungen hilft uns Technologie dabei, handlungsfähig zu bleiben. Dabei gilt ganz klar: KI wird weder unsere Mitarbeitenden noch ihre Entscheidungen ersetzen. Im Gegenteil: Sie soll sie von Routineaufgaben entlasten, damit wieder mehr Raum für das Wesentliche bleibt – die persönliche und bestmögliche Betreuung unserer Bürgerinnen und Bürger. Diese Mammutaufgabe können selbst die großen Städte in Rheinland-Pfalz nicht alleine stemmen. Nur im starken Verbund der vier Städte schaffen wir ein digitales Ökosystem, das echte Synergien freisetzt und uns gemeinsam zukunftsfähig aufstellt“, unterstreicht Thorsten Kraus, Chief Digital Officer (CDO) der Stadt Trier.

Ziel der Kooperation ist es, KI-Anwendungen gemeinsam zu entwickeln und zu testen, um Lösungen nicht parallel in einzelnen Verwaltungen aufbauen zu müssen. Die Städte wollen ihre Erfahrungen bündeln, erfolgreiche Anwendungen gemeinsam weiterentwickeln und perspektivisch auch anderen Kommunen zugänglich machen.

Vorgesehen ist, dass jede der vier Städte KI-Anwendungen in unterschiedlichen Verwaltungsbereichen erprobt. Bewährte Lösungen sollen anschließend auch in den anderen Kommunen eingesetzt werden. Zu den geplanten Anwendungen zählen unter anderem eine intelligente Suche in Ratsinformationssystemen, mit der politische Vorlagen und Beschlüsse schneller auffindbar werden, sowie ein interner KI-Assistenzdienst zur Unterstützung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Recherche-, Text- und Routineaufgaben.

Auch im Bereich Open Data arbeiten die Städte enger zusammen. Die Statistikstellen des Verbunds verfolgen das Ziel, Daten einheitlicher bereitzustellen und besser nutzbar zu machen. Ergänzend soll der Wissenstransfer zwischen den Kommunen gestärkt werden, etwa durch gemeinsame Austausch- und Arbeitsformate zu digitalen Zukunftsthemen.

Die Kooperationsvereinbarung knüpft an die Förderung des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 370.000 Euro an. Die Stadt Mainz übernimmt die Koordination des Projekts. Die Zusammenarbeit ist auf fünf Jahre angelegt und soll die interkommunale Zusammenarbeit bei digitalen Zukunftsthemen dauerhaft stärken. (Quelle: Stadt Trier)

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.