Cold Case Amy Lopez: Ermittler geben Details zu Festnahme nach Jahrzehnten bekannt

Der Mord an einer jungen Touristin aus den USA in Koblenz im Jahr 1994 war ein klassischer Cold Case - ein ungelöstes Kapitalverbrechen. Nun sitzt plötzlich ein Tatverdächtiger hinter Gittern.

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Der Tatort des Mordes an Amy Lopez ist eine Art Lost Place, das einstige Arbeitszimmer des preußischen Generals und Festungsbaumeisters Aster. Foto: Thomas Frey/dpa

KOBLENZ. Wie gelang es der Polizei, dem mutmaßlichen Mörder der US-amerikanischen Touristin Amy Lopez Jahrzehnte nach der Tat am Fuß der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz auf die Spur zu kommen? Das wollen Vertreter von Polizei und Staatsanwaltschaft am heutigen Mittwoch (14.00 Uhr) erläutern.

Es geht um einen Fall vom 26. September 1994. Damals war die seinerzeit 24 Jahre alte Amy Lopez getötet worden, spielende Kinder fanden die fast entkleidete Leiche an einem Aufstieg zu der berühmten Festung oberhalb des Rheins.

Das Opfer wurde den Ermittlern zufolge sexuell missbraucht, die Leiche wies unter anderem schwere Kopfverletzungen und mehrere Messerstiche am Oberkörper auf. Viele Jahre lang fehlte von dem Täter jede Spur. Dann tauchten 2024 bei der Überarbeitung des Falls mit modernen Methoden männliche DNA-Spuren an Asservaten auf. Vor wenigen Tagen dann wurde ein mittlerweile 81 Jahre alter Deutscher in seiner Wohnung in der Nähe von Koblenz festgenommen. Bekannt ist bislang nur, dass er unter dem dringenden Verdacht steht, Amy Lopez getötet zu haben. Er sitzt in Untersuchungshaft. (Quelle: dpa)

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