Versuchter Landfriedensbruch? Polizei stoppt Linienbus bei Hermeskeil

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Foto: dpa/Symbolbild

HERMESKEIL/MORBACH – Am frühen Freitagabend führte ein präziser Hinweis eines 15-jährigen Zeugen zu einem umfassenden Polizeieinsatz im Hochwald.

Der Jugendliche meldete der Inspektion Hermeskeil eine größere Gruppe, die sich in Morbach versammelt hatte. Die Personen sollen laut der Meldung mit Schlag- und Stichwerkzeugen bewaffnet gewesen sein. Ihr erklärtes Ziel war offenbar die Begehung von Sachbeschädigungen auf dem „Neuen Markt“ in Hermeskeil.

Kontrolle bei Hermeskeil-Höfchen bringt Waffen ans Licht

Die Polizei lokalisierte den Linienbus auf der Bundesstraße 327 und führte ihn zu einem Kontrollort bei Höfchen. Dort überprüften Einsatzkräfte insgesamt 31 Heranwachsende im Alter von 16 bis 21 Jahren. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten zwar keine der gemeldeten Eisenstangen, stellten jedoch fünf Einhandmesser und ein Abwehrspray sicher. Die Identitäten aller Beteiligten wurden zweifelsfrei festgestellt.

Juristische Konsequenzen und laufende Untersuchungen

Die Polizeiinspektion Hermeskeil hat 28 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf versuchten Landfriedensbruch eingeleitet. Zudem folgen Anzeigen wegen Verstößen gegen das Waffengesetz. Die Beamten entließen die Personen erst nach Abschluss aller Maßnahmen und unter strengen Auflagen. Die Ermittler suchen nun nach weiteren Zeugen, die Angaben zur Motivation der Gruppe oder zu Beobachtungen am Abfahrtsort Morbach machen können.

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