TRIER – Vom Markusberg geht’s hinunter ins Herz der Stadt: Das Jugend- und Gästehaus des Bistums Trier zieht vom Robert-Schuman-Haus, wo es übergangsweise untergebracht war, in die Innenstadt.
Auf dem Gelände des Priesterseminars findet es im Gebäudeteil „Clementinum“ sein neues Zuhause. Hier entsteht in den kommenden Monaten nicht nur ein Haus mit Übernachtungsmöglichkeiten für Jugendgruppen und Tagungsgäste, wie Jugendpfarrer Peter Zillgen betont. Er ist Leiter des Hauses und beschreibt die Vision des Teams: „Wir wollen hier einen Begegnungsort mit inhaltlichen Angeboten und einem offen zugänglichen Spiel- und Sportgelände im Herzen von Trier schaffen. Dabei haben wir uns auf die Fahnen geschrieben, das Projekt möglichst inklusiv, nachhaltig und ökologisch aufzuziehen.“ Ob Schulklassen, Jugendgruppen, Auszubildende oder erwachsene Tagungsgäste – alle seien willkommen.
Haus mit 60 Betten und Schlafsaal
Das Haus bietet insgesamt 60 Betten in Zwei- und Dreibettzimmern sowie einem größeren Schlafsaal mit bis zu 12 Betten, jeweils mit eigenem Bad. Nach einem weiteren Bauabschnitt entstehen 14 weitere Betten. Als Verpflegung gibt es Vollpension oder Übernachtung mit Frühstück. Hinzu kommen ein Freizeitraum, eine Kegelbahn mit Gruppenraum, eine Kapelle und Seminarräume. Auch der Außenbereich soll im Lauf des kommenden Jahres komplett verändert werden. „Wir möchten gemeinsames Spielen, Lernen und Bewegen in der Natur fördern und bieten Freizeitgestaltung, pädagogische Programme oder Kulturangebote an“, erklärt Seelsorgerin Christiane Herrig, die ebenfalls Teil des sechsköpfigen Teams ist. Wie das aussehen kann, beschreibt ihre Kollegin Jacqueline Maron: „Da geht es etwa um Demokratiebildung, die Stärkung von Gruppen- und Einzelkompetenzen, von Gemeinschaft. Uns ist Inklusion sehr wichtig, deshalb sind die Hauptbereiche wie Zimmer und Funktionsräume barrierefrei.“ Außerdem wolle das Team zahlreiche Kooperationspartner*innen aus der Stadt Trier gewinnen – Schulen, Vereine, Jugendeinrichtungen, Verbände und Organisationen – um Vielfalt zu gewährleisten. „So wird das Jugend- und Gästehaus mehr als nur ein Dach über dem Kopf, nämlich ein Ort, der die Lebensqualität von Kindern und Erwachsenen verbessert und sie in Berührung mit der Botschaft des Evangeliums bringt”, hofft Peter Zillgen.
Das Team vom „Jugend- und Gästehaus“
Der 38-Jährige ist zuständig für die Entwicklung des Hauses, für theologische Angebote und das Begleiten von Gruppen. An seiner Seite stehen Jacqueline Maron, 35, die die pädagogische Leitung im Jugendhaus übernimmt und vorher das Jugendzentrum Saarburg leitete. Christiane Herrig, 45, Gemeindereferentin, begleitet Gruppen und wird Netzwerkarbeit betreiben. Pamela Diederichs, 52, arbeitet schon lange als pädagogische Referentin in den Fachstellen Jugend des Bistums Trier; ihr Schwerpunkt ist Theaterpädagogik. Marina Thebbe, 37, ist Mentorin für Laientheologen und als Seelsorgerin für spirituelle und interreligiöse Angebote sowie Katechesen (etwa Firmvorbereitung) zuständig. Komplettiert wird das Team von der 37-jährigen Verwaltungsfachkraft Nicol Endres, die unter anderem für die Buchungen verantwortlich zeichnet. Schon jetzt ist das Areal ein Ort, an dem junge Leute im gegenüberliegenden Felizianum mit dem Sprachen- und Orientierungsjahr Felixianum gemeinsam wohnen und lernen können; neben dem Priesterseminar des Bistums Trier sind außerdem die Diözesanstelle Geistlich Leben, die KiTa gGmbH Trier und der Orts-Caritasverband Trier auf dem Gelände angesiedelt.
Bereits ab August werden die ersten Gäste im Haus anreisen und ihm Leben einhauchen. Am 12. September wird das Jugend- und Gästehaus offiziell eröffnet – mit einem Gottesdienst mit Bischof Ackermann um 15 Uhr und anschließender Begegnung. Anmeldungen sind möglich unter: Eröffnung Jugend- und Gästehaus Bistum Trier 12. September 2025 | JuBiT
Mehr Informationen finden sich auf: www.jugendhaus-trier.de.














