TRIER. Lange war es Symbol für den Leerstand in der Innenstadt – jetzt bekommt das ehemalige Galeria-Kaufhof-Gebäude in der Fleischstraße eine neue Zukunft: Wohnen, Gesundheit, Gemeinschaft und eine mutige architektonische Neuinterpretation sollen das über 50 Jahre alte Kaufhaus wieder in ein lebendiges Stück Innenstadt verwandeln.
Wohnen über der City – Gewerbe und Gesundheit im Zentrum
Die neuen Eigentümer – die Projektpartner ReDevelop, MAAS & PARTNER und MRE – präsentierten am Dienstag ein erstes Nutzungskonzept. Es sieht eine gemischte Nutzung vor:
Gewerbe im Erdgeschoss,
ein Gesundheitszentrum in den unteren Etagen,
und naturnahes Wohnen in den oberen Stockwerken.
Ziel sei es, so die Investoren, die Innenstadt mit einem „lebendigen Nutzungsmix“ aufzuwerten und gleichzeitig bezahlbaren, urbanen Wohnraum zu schaffen. Eine grüne Dachterrasse und gemeinschaftlich genutzte Flächen sollen das Konzept ergänzen.
Architektur mit Signalwirkung: Eingeschnittene Fassade als Markenzeichen
Ein zentrales Element der Planung ist die Umgestaltung der wuchtigen Bestandsfassade: Statt Sanierung nach altem Muster setzen die Architekten auf einen visuellen und funktionalen Einschnitt – mit großzügigen Öffnungen, begrünten Loggien, Balkonen und Dachflächen. Mehr News aus Trier
„Wir öffnen das Gebäude zur Stadt und schaffen echte Aufenthaltsqualität – innen wie außen“, so das Architekturbüro MAAS & PARTNER.
Die Gestaltung schafft mehr Licht, Durchlässigkeit und ein modernes Stadtbild, das sich bewusst von der vorherigen Warenhaus-Architektur absetzt.
Nachhaltigkeit & Tempo
Das Projekt soll auch ökologisch Maßstäbe setzen: Die Umnutzung orientiert sich an KfW-40-Standards, Leed-Platin-Zertifizierung ist angestrebt. Eine serielle Vorfertigung von Fassaden- und Badmodulen soll die Bauzeit deutlich verkürzen. Der Zugang zu Fördermitteln sei eingeplant.
📅 Zeitplan
Baubeginn: voraussichtlich 2026 – bis dorthin Zwischennutzung
Ziel: Fertigstellung bis 2028
Hinweis: Bei den vorgestellten Planungen handelt es sich um den aktuellen Arbeitsstand; insbesondere die gezeigten Außenansichten sind frühe Entwürfe und noch nicht final beschlossen.
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