Deutsche Politik jahrzehntelang geprägt: Wolfgang Schäuble im Alter von 81 Jahren verstorben

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Der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) ist gestorben. Foto: Kay Nietfeld/dpa

BERLIN. Wie zahlreiche Medien berichten, ist der ehemalige Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) im Alter von 81 Jahren verstorben. In vielen Spitzenämtern prägte Schäuble die Politik der Bundesrepublik über Jahrzehnte entscheidend mit.

Schäuble, der am 18. September 1942 in Freiburg im Breisgau geboren wurde, gehörte dem Deutschen Bundestag seit 1972 an und war damit der dienstälteste Abgeordnete. Im Laufe seiner langen Karriere hatte er verschiedene Ministerämter inne, war Partei- und Fraktionsvorsitzender und Präsident des Bundestages.

Als enger Weggefährte des langjährigen Bundeskanzlers Helmut Kohl wirkte Schäuble nach dem Mauerfall maßgeblich an der Verhandlung des Einigungsvertrages mit. Seit einem Attentat durch einen geistig verwirrten Mann im Jahre 1990 saß er im Rollstuhl.

Von 1991 bis 2000 war Schäuble Fraktionsvorsitzender der Unionsfraktion im Bundestag, von 1998 bis 2000 auch Parteichef. Im Rahmen der CDU-Spendenaffäre musste er zurücktreten. Unter Kanzlerin Angela Merkel amtierte er als Innenminister und Finanzminister. 2017 wurde er als Nachfolger von Norbert Lammert zum Bundestagspräsidenten gewählt. Das Amt des Bundespräsidenten, für das er immer wieder im Gespräch war, blieb ihm verwehrt.

Wolfgang Schäuble galt innerhalb der CDU als konservativ, sprach sich aber auch für schwarz-grüne Bündnisse aus. In der Auseinandersetzung zwischen dem damaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet und CSU-Chef Markus-Söder um die Kanzlerkandidatur der Union unterstützte er Laschet.

Wolfgang Schäuble verstarb nach langer Krankheit friedlich im Kreise seiner Familie. Er hinterlässt seine Ehefrau Ingeborg und vier Kinder. (Quelle: n-tv, dpa)

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