TRIER. Knapp drei Jahre nach der der tödlichen Amokfahrt in Trier hat eine für Opfer und Angehörige gegründete Stiftung mehr als 700.000 Euro an Spenden ausgezahlt. Betroffene sollten somit kurz- und langfristig Unterstützung erhalten, teilte die «Stiftung für die Betroffenen der Amokfahrt am 1. Dezember 2020» am Montag auf dpa-Anfrage mit. Die Stiftung war im November 2021 gegründet worden, um Betroffenen und ihren Familien zu helfen. Die Stiftung ist auf zehn Jahre ausgelegt.
Am 1. Dezember 2020 war ein Amokfahrer mit seinem Geländewagen durch die Fußgängerzone gerast und hatte gezielt Menschen angefahren. Bei der Tat starben fünf Menschen, darunter ein neun Wochen altes Baby. Im Oktober 2021 war zudem ein 77-Jähriger gestorben, der bei der Tat schwer verletzt worden war. Daher spricht die Stadt von sechs Todesopfern infolge der Amokfahrt.
Folgen der Amokfahrt nicht aus eigenem Vermögen zu stemmen
Die Stiftungsvorsitzende Dagmar Barzen teilte mit: «Bei der Hilfegewährung ist es uns eine Herzensangelegenheit, die Betroffenen so zu unterstützen, dass die schlimmen Folgen der Amoktat nicht aus dem eigenen Einkommen oder Vermögen zu stemmen sind.» Künftig könnten Auslagen erstattet werden, die nicht durch «Dritte» abgedeckt würden wie Versicherungen oder Opferentschädigungen. Menschen hatten nach der Amokfahrt mehr als eine Million Euro gespendet.
Der Täter war im August 2022 wegen mehrfachen Mordes und mehrfachen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest und ordnete wegen einer psychischen Erkrankung des Mannes dessen Unterbringung in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
(Quelle: dpa)

















