WITTLICH. „Die aktuelle Lage für das Fleischerhandwerk ist schwer und es braucht Veränderung.“ Darüber waren sich die handwerklich arbeitenden Innungsbetriebe des Fleischerhandwerks der Region Mosel-Eifel-Hunsrück (MEH) einig, als sie Ende Juni in ihrer Geschäftsstelle in Wittlich zusammenkamen. Obermeister Dieter Schares hatte auch Dr. Joachim Streit (MdL) zum Gespräch eingeladen.
Schares fasste die anhaltenden und aktuell verschärften Probleme im Fleischerhandwerk zusammen: gestiegene Energiepreise, Dauerthema Fachkräftemangel, hoher Bürokratieaufwand. „Das Fleischerhandwerk hat Zukunft, aber wir müssen dafür kämpfen.“
Dr. Joachim Streit (MdL) stellte sich der Diskussionsrunde um Energiepreise, ging aber auch auf die Fleischpreise, das Tierwohl und die Bio-Kennzeichnungen ein. Wichtig ist aus seiner Sicht eine verlässliche Politik, die langfristige Perspektiven bietet und Zukunftssicherheit vermittelt. Die Versammlung machte zudem deutlich, wie wichtig beim Thema Ausbildung die Sicherung der Schulstandorte sei. Zusätzlich forderten die Unternehmer politisches Einwirken auf Energielieferanten, fallende Marktpreise an die Fleischereien weiterzugeben. Diese Forderung wird auch Schwerpunkt Ende Juli sein, wenn die Innung sich mit Karina Wächter (MdL) zum Austausch treffen wird.
Aus der Arbeit des Fleischerverbandes Rheinland-Rheinhessen berichtete Landesinnungsmeisterin Dagmar Groß-Mauer. Der Verband kämpft für seine Branche ebenso beim Thema Energiekosten, bei der Diskussion um eine Mehrwertsteuererhöhung (von sieben auf 19 Prozent) als auch bei den Fragen der Verordnung über die Tierhaltungskennzeichnung.
werden vom Obermeister Dieter Schares beglückwünscht. Foto: Fleischer-Innung MEH
Zusammen mit dem Deutschen Fleischerverband arbeitet man an Verbesserungen für das Fleischerhandwerk und an gezielten Verbraucherinformationen. Regional die Öffentlichkeitsarbeit mitgestalten werden ab sofort die Mitglieder Tim Lauterbach (Fleischerei Bösen, Piesport), Katja Fuchs (Schlachthof Fuchs, Prüm), Christoph Tix (Fleischerei Tix, Prüm) und Leander Bartz (Landmetzgerei Bartz, Spangdahlem). „Der Verbraucher muss die Vorteile von handwerklich regional hergestellten Fleischwaren noch viel deutlicher aufgezeigt bekommen“, ist auch Christian Weirich, Stellvertretender Geschäftsführer der Innung überzeugt. „Unsere Mitgliedsbetriebe arbeiten auf einem so hohen Niveau, welches an Regionalität und meisterlicher Arbeit kaum zu toppen ist. Nicht umsonst wurden so viele Innungsbetriebe erst kürzlich mit dem Landesehrenpreis Genusshandwerk ausgezeichnet.“
Geehrt wurden an dem Versammlungstag die Jungmeister Tim Lauterbach und Christoph Tix. Sie haben kürzlich ihre Meisterprüfung erfolgreich abgelegt. Auf über 25 Jahre Meisterwürde blickt derweil Eric Illigen aus Wittlich zurück. Er erhielt die Urkunde „Silberner Meisterbrief“ überreicht. (Quelle: Fleischer-Innung Mosel-Eifel-Hunsrück)















