MAINZ/TRIER. Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium hat am Donnerstag den offiziellen Startschuss für die landesweite Spurensuche nach Coronaviren im Abwasser gegeben.
Das zunächst auf ein halbes Jahr angelegte Projekt soll den Behörden ein besseres Bild zur Beurteilung der aktuellen Pandemiesituation verschaffen. «Die übliche Inzidenz hat nicht mehr viel Aussagekraft», erklärte Ministerialdirektor Daniel Stich bei einem Besuch im Klärwerk Mainz, dem größten im Land.
Dort und in rund einem Dutzend weiterer Kläranlagen werden aus dem Abwasser Proben entnommen und von einem Fachlabor untersucht. Die Auswertung soll zeigen, ob die Pandemie stagniert, sich ausbreitet oder zurückentwickelt. Auch das Aufspüren neuer Untervarianten des Virus sei möglich. «Wir bereiten uns auf Herbst und Winter vor», sagte Stich.














