SCHWEICH. „Imagine Rotary“ so heißt das Jahresmotto 2022/2023 von Rotary International, das Jennifer Jones (Australien), die erste Frau an der Spitze der weltweiten rotarischen Vereinigung gewählt hat. In diesem Sinne startete der Rotary Club Schweich Römische Weinstraße bei der Amtsübergabe mit dem neuen Präsidenten Ulrich Krupp Anfang Juli ins kommende rotarische Jahr 2022/2023. Es war eine feierliche Amtsübergabe, geprägt von der Musik-Profession des neuen Präsidenten, seinen Ideen und einem Blick auf das strukturierte Programm für den Rotary Club Schweich Römische Weinstraße, wie die Rotarier mitteilen.
Ulrich Krupp unterrichtet Mathematik und Musik am Angela Merici Gymnasium (AMG), ist am Dom in Trier sowie in vielen regionalen Musikprojekten engagiert. So stehen auf seinem Jahresprogramm erneut Musikprojekte, wie etwa zwei regionale Mitsing-Projekte. Bei seinem Amtsantritt setzte der neue Präsident musikalische Akzente mit einem herausragenden Programm in der Aula des AMG: Den feierlichen Rahmen gestalteten sieben begabte junge Musik-Schülerinnen seines Leistungskurses sowie die rotarischen Freunde Utz Köster, Jürgen Nisius. Als Höhepunkt des musikalischen Festaktes begleitete Ulrich Krupp am Klavier und sang gemeinsam mit den Clubmitgliedern „Imagine“ von John Lennon: Eine musikalische verbindende Geste für alle. So endete das Musikprogramm im Sinne der Weltpräsidentin mit „Imagine Rotary“ und mit einer beeindruckenden Stimmung in der Aula des AMG.
Past-Präsident Christoph Klawe würdigte das Engagement des Rotary Clubs an der Römischen Weinstraße im vergangenen rotarischen Jahr und dankte der scheidenden Präsidentin Gabriele Sahler. Es war ein Jahr der großen Katastrophen!
Mit großer Hilfsbereitschaft unterstützten die Mitglieder des RC Schweich Römische Weinstraße direkt vor Ort Flutopfer in der Region nach der schweren Überschwemmung. Eine weitere großartige Hilfsaktion für Menschen in den betroffenen Katastrophengebieten in der Region Trier und Eifel initiierte der RC Stuttgart-Solitude, in dem ein Mitglied ehemals im RC Römische Weinstraße war. Mit ihm organisierten die Stuttgarter Rotarier 19 Bautrockner, drei Notstromaggregate, Pumpen sowie Spenden über 11.500 Euro und sorgten auch für den Transport von Stuttgart in die betroffene Region. Die Verteilung vor Ort erfolgte gemeinsam mit den Rotary Clubs Schweich-Römische-Weinstrasse und Bitburg-Prüm. Es war eine herausragende Kooperation zwischen drei Rotary Clubs.
Nach Kriegsausbruch in der Ukraine hat der Rotary Club an der Römischen Weinstraße gemeinsam mit den Maltesern am Standort Föhren zwei Lastwagentransporte mit Hilfsgütern und Verbandmaterial an die Grenze der Ukraine organisiert. Die erheblichen Kosten von über 5000 Euro hat der gemeinnützige Verein des RC gemäß dem Placet der Mitglieder übernommen und bezahlt.
Jugendarbeit
Im vergangenen rotarischen Jahr hat der Rotary Club eine Austauschschülerin gefördert. Die Schülerin Sofia Faß verbrachte ein halbes Jahr in Vancouver, Kanada. Vera Kölbel vermittelte den Austausch in ihrer Funktion als Jugenddienstbeauftragte des Clubs.
Weiterhin hat der RC inzwischen nahezu alle Kindergärten der Verbandsgemeinde mit Mathekisten zur spielerischen Frühförderung im Vorschulalter ausgestattet. Ein Projekt, das vom Gründungsvorsitzenden und Ehrenmitglied des RC, Joachim von Schnakenburg, bei Rotary erfolgreich eingeführt wurde.
Fortsetzung: Internationales Projekt in Bolivien
Eine qualifizierte Berufsausbildung sowie die wirtschaftliche Förderung junger Menschen in Bolivien ist das große internationale Clubprojekt des RC an der Römischen Weinstraße, das vom Distrikt 1810 unterstützt wird: Zum Start finanzierten die Clubmitglieder sieben Nähmaschinen sowie den Internatsaufenthalt von Jugendlichen aus den Anden. Sie erhalten eine Ausbildung im Schneiderhandwerk mit Meisterabschluss. Das Projekt ist nachhaltig angelegt und wird im kommenden Jahr voraussichtlich beendet. Vor Ort betreut es die Foundation-Beauftragte des Clubs, Margit Eberhard-Wabnitz.
Der Genius
Maskottchen des Clubs ist eine kleine Figur: Ein Genius aus der Römerzeit, gefunden in einem ehemaligen römischen Landhaus bei Detzem. Mit Genehmigung des Rheinischen Landesmuseums Trier hat Franz Sahler unter großen Mühen diese sehr kleine Figur mit einer bewilligten Auflage von 150 Stück hergestellt. Jede wurde in Handarbeit hergestellt. Für den Erhalt einer Figur spendete jedes Mitglied 100 Euro, so dass ein Betrag von 3000 Euro zusammen gekommen war zum Start für neue Projekte.
















