Lieferengpässe: Hausärzte in RLP müssen Corona-Impftermine absagen

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Ein Arzt impft einen Mann gegen das Coronavirus. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

MAINZ. Wegen Lieferengpässen beim Corona-Impfstoff müssen niedergelassene Ärzte in Rheinland-Pfalz nach Darstellung des Hausärzteverbands «flächendeckend Impftermine» absagen. Die Praxen bekämen in dieser Woche nur etwa 50 Prozent der bestellten Menge von Biontech, sagte die Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Hausärzteverbands, Barbara Römer, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Der Impfstoff Moderna werde dagegen zumindest noch in der bestellten Menge geliefert.

«Zuerst hieß es: genug Impfstoff für alle. Dann letzten Freitag Kontingentierung von Biontech auf maximal 30 Dosen pro Arzt und Woche und nach einem bundesweiten Proteststurm der Praxen Erhöhung des Wochenkontingents auf maximal 48 Dosen pro Arzt und Woche», sagte Römer. Und jetzt die Lieferbestätigung für die Praxen: «50 bis 60 Prozent Lieferkürzung bei Biontech.»

«Der Zorn in der Kollegenschaft ist unbeschreiblich», sagte Römer. Ursache für den Engpass sei ein Verteilungsschlüssel des Bundesgesundheitsministeriums, der dem Bestellverhalten der Arztpraxen nicht gerecht werde. (dpa)

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