Flughafen Hahn: Ermittlungen nach Razzia dauern an

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Foto: dpa-Archiv

HAHN. Die vor etwa einem Jahr begonnenen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Koblenz am Hunsrück-Flughafen Hahn sind noch lange nicht abgeschlossen. «In diesem Jahr ist nicht mehr mit einem Verfahrensabschluss zu rechnen», teilte die Behörde der Deutschen Presse-Agentur mit. Nach einer Razzia im Juli 2020 bei «sechs am Flughafen Hahn tätigen Gesellschaften» hatte die Staatsanwaltschaft zusammen mit der Steuerfahndungsstelle des Finanzamtes Trier gegen drei «Verantwortliche» Ermittlungen aufgenommen. Deren unbestimmte Dauer ist laut Staatsanwaltschaft «unter anderem auf den großen Umfang der auszuwertenden digitalen und in Papierform vorliegenden Beweismittel zurückzuführen».

Das Schweigen zu Details erklärte die Koblenzer Behörde mit Hinweis auf das Steuergeheimnis und «um den Ermittlungszweck nicht zu beeinträchtigen». Zudem sei den Verteidigern der Beschuldigten «noch keine umfassende Akteneinsicht gewährt» worden.

Der Flughafen teilte mit: «Zu laufenden Verfahren äußern wir uns grundsätzlich nicht.» Der ehemals militärische Airport gehört zu 82,5 Prozent dem angeschlagenen chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Land Hessen. In der Corona-Pandemie verbucht der Hahn bei der Frachtabfertigung ein Plus über dem Branchendurchschnitt und im Passagiergeschäft einen deutlichen Rückgang, das aber mit sinkenden Infektionszahlen in der Ferienzeit wieder anziehen könnte. (dpa)

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