Zoll hebt Tabakfabrik aus: Süßlicher Duft war verräterisch

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Foto: Zoll

SAARBRÜCKEN. In einem Wohnhaus in Saarbrücken hat der Zoll eine illegale Tabakfabrik ausgehoben.

Das meiste Kraut sei für Wasserpfeifen bestimmt gewesen, teilten die Fahnder am Mittwoch in Frankfurt mit. Intensiver süßlicher Geruch, der auch außerhalb des Gebäudes wahrnehmbar gewesen sein soll, habe die Betreiber verraten. Im Keller des Hauses stellte der Zoll demnach rund 500 Kilogramm Tabak sicher. Sie nahmen einen 26 Jahre alten Hausbewohner fest. Er soll zusammen mit zwei weiteren Verdächtigen im Alter von 24 und 53 Jahren die Fertigungsanlage betrieben haben.

Im Keller fanden die Ermittler auch zahlreiche Geräte zur Herstellung von Shisha-Tabak. Dieser steckte bereits verkaufsfertig in mutmaßlich gefälschten Verpackungen namhafter Hersteller. Die Steuermärkchen an den Päckchen fehlten. Den von der unerlaubten Produktion verursachten Steuerschaden schätzte der Zoll auf mindestens 10.000 Euro.

Zoll und Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermitteln nun gegen die drei Männer wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und der gewerbsmäßigen Steuerhehlerei. Die Durchsuchung fand bereits Mitte Mai statt. Der 26-Jährige ist inzwischen wieder auf freiem Fuß.

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