Krankenstand in Rheinland-Pfalz gleich hoch wie 2019 – Angst vor Ansteckung

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Foto: dpa-Archiv

EISENBERG. Im Corona-Jahr 2020 waren in Rheinland-Pfalz genauso viele AOK-Versicherte krank wie im Jahr zuvor.

Das geht aus dem aktuellen Gesundheitsbericht der Kasse hervor. Demnach lag der Krankenstand im vergangenen Jahr ebenso wie 2019 bei 5,2 Prozent. Bundesweit waren es 5,4 Prozent.

Eine Arbeitsunfähigkeit dauerte den Angaben zufolge im Durchschnitt 15,5 Tage je Fall und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um zwei Tage pro Fall erhöht. Die meisten Fehltage verursachten Muskel- beziehungsweise Skeletterkrankungen wie Rückenschmerzen mit 22,3 Prozent, gefolgt von psychischen Erkrankungen (11,6 Prozent), Verletzungen (10,3 Prozent) und Atemwegserkrankungen (10,2 Prozent).

„Wir gehen davon aus, dass viele Beschäftigte aus Angst vor Ansteckung auf einen Arztbesuch verzichtet haben“, teilte AOK-Vorstandsvorsitzende Martina Niemeyer mit. Gleichzeitig deute die gestiegene Dauer der Krankschreibungen darauf hin, dass die Erkrankten in der Pandemie-Situation stärker belastet gewesen seien.

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland ist nach eigenen Angaben der größte Krankenversicherer in der Region Rheinland-Pfalz/Saarland und betreut insgesamt 1,2 Millionen Versicherte.

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