Mehr als 1.000 Teststellen im Land – „Es muss noch einmal Vollgas gegeben werden“

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Ein Mitarbeiter führt einen Corona-Schnelltest bei Detlef Placzek (l), dem Koordinator des Projektes «Testen für alle», durch. Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archivbild

RLP. Mehr als 1000 Stationen bieten den Bürgern in Rheinland-Pfalz kostenlose Schnelltests. Doch das Land will noch mehr erreichen. «Es muss noch einmal Vollgas gegeben werden», sagt der zuständige Behördenleiter Placzek.

Einen Monat nach dem Start der ersten rund 300 Teststellen in Rheinland-Pfalz hat sich deren Zahl mehr als verdreifacht. Die eintausendste Station für Schnelltests auf das Coronavirus sei am Mittwochmorgen eröffnet worden, wenige Stunden später seien es bereits 1036 gewesen, sagte der Präsident des Landesamts für Soziales, Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Wir sind damit insgesamt sehr zufrieden. Es muss aber noch einmal Vollgas gegeben werden.» Denn es sollten flächendeckend sowohl Schnelltests mit Anmeldung als auch ohne möglich sein, ohne dass sich dabei Menschentrauben bildeten. «Das widerspricht sich erst dann nicht, wenn es genügend Teststellen gibt», sagte Placzek. «Jetzt kommt die Kärrnerarbeit.» Es gehe darum, regional und kommunal Test-Netzwerke aufzubauen. Voraussetzung sei dies für Kommunen, die sich für das Modellprojekt des behutsamen Öffnens im Lockdown bewerben wollten.

Ausgelagerte Räume von Apotheken, kleine Pavillons, Drive-in-Stationen, Reisebusse und mobile Teams: die Stationen, die Anbieter und damit auch die Öffnungszeiten der Teststellen seien ganz unterschiedlich. Neben Hilfsorganisationen, der Feuerwehr, kommunalen Einrichtungen, Arztpraxen und Apotheken bauten auch immer mehr kommerzielle Anbieter vor Ort professionelle Strukturen auf.

Die Drogeriekette dm sei inzwischen mit mehr als 100 Teststellen registriert. «Die machen jetzt so peu à peu auf.» Dazu komme die Schwarz-Gruppe, die mehr als 40 Parkplätze von Lidl und Kaufland für Container das Unternehmens Ecocare zur Verfügung stelle. Einige Teststellen seien den ganzen Tag geöffnet, andere – etwa vom etwa von den Freiwilligen Feuerwehren – nur nach Feierabend.

Die Nachfrage nach den Tests hänge von vielen tagesaktuell unterschiedlichen Faktoren ab, sagte Placzek. «Sie hängt aber davon ab, welchen Nutzen habe ich im täglichen Leben von einem negativen Ergebnis.» Rund 850 000 Testkits habe seine Behörde bisher an die Kommunen geliefert. «Apotheken, Ärzte und kommerzielle Anbieter bestellen selbst.»

Wer eine Teststelle eröffnen möchte, kann sich auf der Internetseite https://corona.rlp.de/de/testen/ registrieren. Die Behörde prüft dann das Hygienekonzept und die Voraussetzungen und beauftragt dann die Betreiber, wenn alles passt. «Das sichert einen gewissen Standard.» Diese müssten rechtlich in der Lage sein, sich die Testkits selbst zu besorgen. Wer das darf, regle die Medizinprodukteabgabeverordnung. Ein Friseur beispielsweise falle nicht darunter, wenn er keinen für die Testungen medizinisch verantwortlichen Mitarbeiter vor Ort habe. Zudem müsse das Angebot für alle gelten, nicht nur für die eigenen Kunden. Und es dürfe kein Interesse des Betriebs am Ausgang des Tests geben.

1 KOMMENTAR

  1. Falls Laschet doch nicht Kanzlerkandidat wird, schlage ich vor, ihn bei einer Neuverfilmung von „Die Brücke am Kwai“ für die Besetzung der Rolle des Dummen August zu berücksichtigen, diese kommt zwar im Original nicht vor aber man kann sie extra für ihn schaffen…

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