Wie nachhaltig und ökologisch ist eine vegane Lebensweise?

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Symbolbild; pixabay



Vegan leben liegt voll im Trend. Während sich manche Fleischesser im „Veganuary“ probehalber einen Monat lang ohne Tierprodukte auskommen, ist eine rein pflanzliche Ernährung für viele andere Menschen bereits Alltag. Nicht nur aus Tierschutzgründen und zugunsten der eigenen Gesundheit ist eine vegane Lebensweise mittlerweile längst kein Nischenphänomen mehr: Auch in Sachen Nachhaltigkeit und Umweltschutz soll der Verzicht auf tierische Produkte jeglicher Art viele Vorteile bringen.

Vegan leben – der Umwelt etwas Gutes tun


Wer vegan lebt, verzichtet vollständig auf Produkte tierischen Ursprungs. Das betrifft nicht nur die Ernährung, sondern alle Lebensbereiche. Statistiken zeigen, dass der Veganismus entscheidende Auswirkungen auf die Umwelt hat, und das im positiven Sinne. Für die Produktion von nur einem Kilo Rindfleisch etwa werden etwa 22 kg Treibhausgase, bis zu 9,4 kg Getreide, mehr als 15.000 l Wasser und eine Futtermittelanbau-Nutzfläche von bis zu 49 qm benötigt. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch liegt in Deutschland durchschnittlich bei etwa 60 kg jedes Jahr. Welche Belastung dies für die Umwelt bedeutet, wird sofort deutlich. Nicht umsonst entfallen bis zu 15 Prozent der von Menschen verursachten Treibhausgase auf die Nutztierhaltung. Wer sich stattdessen für den Konsum veganer Fleischalternativen entscheidet, entlastet die Umwelt auf Dauer deutlich. So werden für die Herstellung von Produkten aus Seitan zum Beispiel nur 1,68 kg CO2 benötigt; bei Fleischersatz aus Erbsenprotein sind es 1,8 kg.

Wie sieht es mit der Öko-Bilanz von Sojaprodukten aus?


Häufig wird als Argument gegen eine vegane Ernährung die Tatsache genannt, dass viele Produkte im veganen Bereich Soja enthalten, was zur Abholzung des Regenwaldes beiträgt und darüber hinaus durch die langen Transportwege für einen erhöhten CO2-Ausstoß sorgt. Grundsätzlich ist dies sogar korrekt; allerdings entfallen nur etwa 2 Prozent aller angebauten Sojabohnen auf den menschlichen Konsum. Der Rest wird zu Futtermitteln verarbeitet, mit denen wiederum Nutztiere ernährt werden – es ist also wieder der Fleischkonsum, der für eine hohe Umweltbelastung verantwortlich ist. Auch hinsichtlich der Belastungen für den Boden schneidet eine vegane Lebensweise deutlich umweltfreundlicher und nachhaltiger ab, da zu weniger Überdüngung und Versauerung kommt. Es kommt nicht von ungefähr, dass Wissenschaftler davon ausgehen, dass eine vollständige Veganisierung der Weltbevölkerung zu einer Verbesserung des Klimas und somit der gesamten Erdgesundheit beitragen könnte.

Vorsicht: Nicht immer ist vegan automatisch nachhaltig!


Wer immer häufiger auf Fleisch verzichtet oder sich gar komplett vegan ernährt, tut seiner Gesundheit etwas Gutes, verhindert Tierleid und kann zudem die Umwelt schonen. Aber nicht immer ist „vegan“ auch ein Synonym nachhaltig und umweltfreundlich. Hier lohnt sich ein Blick darauf, woher die jeweiligen Produkte stammen und wie es beispielsweise mit den Transportwegen aussieht. Gemüse, Kleidung oder Accessoires, die importiert werden und so lange Wege zurücklegen müssen, fallen klimatechnisch nicht viel besser als Fleisch und Wurst aus. Um sicherzugehen, dass der individuell praktizierte Veganismus auch wirklich positive und nachhaltige Effekte auf die Erdgesundheit haben kann, ist es ratsam, möglichst auf regionale sowie saisonale Produkte zurückzugreifen. Auf diese Weise ist es möglich, sich klimafreundlich und gesund zu ernähren und zugleich die Landwirtschaft in der Region zu unterstützen.

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