Großer Ansturm am Erbeskopf ist vorbei

Winterurlaub wegen Corona verhagelt - tausende Ausflügler hat es daher auf den höchsten Berg in Rheinland-Pfalz gezogen. Bis die Polizei die Zufahrt gesperrt hat. Jetzt genießen hier nur noch wenige die Winterpracht.

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Foto: dpa-Archiv

THALFANG. Die Sperrung der Hauptzufahrt zum Wintersportgebiet Erbeskopf im Hunsrück zeigt Wirkung: Der große Ansturm ist vorbei. «Es laufen nur noch Leute rum, die sich auskennen und weit weg parken», sagte der Betriebsleiter des Zentrums, Klaus Hepp, am Freitag.

Seit Dienstag ist die Landesstraße 164 zum höchsten Berg von Rheinland-Pfalz (816 Meter) tagsüber gesperrt, um chaotische Verkehrsverhältnisse wegen vieler Besucher zu verhindern. Allein am vergangenen Montag waren Tausende auf den Erbeskopf geströmt.

Auch die Polizei in Morbach im Kreis Bernkastel-Wittlich sprach am Neujahrstag von einer «deutlich ruhigeren Lage wegen der Vollsperrung» jeweils von 8.30 bis 16.00 Uhr. Polizisten kontrollierten die Sperrung, sagte ein Polizeisprecher. Diese gilt zunächst bis einschließlich Sonntag (3. Januar). Danach wird laut Hepp von deutlich weniger Andrang ausgegangen: «Ab Montag müssen die allermeisten ja wieder arbeiten.»

Am Neujahrstag seien nur ein paar Schneewanderer und Familien mit Schlitten auf dem höchsten Berg des Landes unterwegs gewesen, ergänzte der Betriebsleiter. «Mit Skiern habe ich heute keinen gesehen.» Die Lifte sind im jetzigen Corona-Winter nicht in Betrieb. Der Morbacher Polizeisprecher warnte Ausflügler vor Schneebruch im Wald: «Die Bäume sind wegen der Trockenheit im Sommer vorgeschädigt. Der Schnee ist nass und schwer. Da können leicht Äste runterbrechen. Ich würde mit meinen Kindern da nicht laufen.»

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm sind die Zufahrtsstraßen zu den Wintersportgebieten Schwarzer Mann und Wolfsschlucht bei Prüm ebenfalls bis einschließlich Sonntag gesperrt. Corona-Beschränkungen wie das Abstandsgebot seien vielfach von den Besuchern nicht eingehalten worden, begründete auch hier die Kreisverwaltung den Schritt.

Laut dem Deutschen Wetterdienst in Offenbach sorgt Polarluft in höheren Lagen auch in den kommenden Tagen für «ein brauchbares Winterfeeling». Die Grenze dafür liege bei etwa 400 Metern – also unterhalb dieser Skisportgebiete.

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2 KOMMENTARE

  1. Kommentar zu Straßensperrungen in Schneegebiete
    Warum regelt die Polizei nicht den Verkehr und gibt den Menschen die Möglichkeit draußen zu sein. Wir sind doch lange genug eingesperrt und in unserer Freiheit eingeschränkt.
    Lieber verteilt die Polizei Knöllchen.
    Ob das der richtige Weg ist, reglementieren und bestrafen.
    Wie lange machen die Bürger diese Willkür noch mit ?

  2. Ansturm Erbeskopf ist vorbei. Dann sollten sie mal schauen was in unserem beschaulichen Dorf Thiergarten seit Tagen los ist

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