++ Zahlung für Opfer sexueller Gewalt im Bistum neu geregelt +

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Symbolbild; Foto: dpa

Für Betroffene von sexueller Gewalt werden im Bistum Mainz zu Beginn des neuen Jahres wie in den anderen katholischen Bistümern in Deutschland die sogenannten Anerkennungszahlungen neu geregelt. «Mit den materiellen Leistungen bringen wir gegenüber den Betroffenen zum Ausdruck, dass auch wir als Bistümer Verantwortung für erlittenes Unrecht und Leid übernehmen», erklärte der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf am Montag.

Das einheitliche Verfahren, das auf der Herbstvollversammlung in Fulda beschlossen wurde, garantiere Transparenz und Unabhängigkeit. Auch Menschen, die bereits einen Antrag gestellt und Leistungen erhalten haben, könnten an dem erneuerten Verfahren teilnehmen, teilte Kohlgraf mit. Zusammen mit der laufenden Untersuchung des Rechtsanwalts Ulrich Weber, der Zusammenarbeit mit den Staatsanwaltschaften und weiteren Schritten sei die Neuregelung ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg des Bistums, «um Glaubwürdigkeit und Vertrauen zurückzugewinnen, die durch sexualisierte Gewalt in der Kirche zerstört» worden seien, erklärte der Bischof weiter.

Vor der Neuorganisation der Aufarbeitung und Aufklärung im Bistum Mainz im Jahr 2018 wurden den Angaben zufolge Anerkennungszahlungen unter anderem auch aus Kirchensteuermitteln geleistet. Inzwischen sei ein eigenes Konto für Anerkennungszahlungen eingerichtet worden, das nicht über Kirchensteuermittel finanziert werde, betonte der Bischof. Er ermutige Betroffene aus dem Bistum Mainz, sich an die zuständige Ansprechpartnerin zu wenden, Schwester Marie Bernadette Steinmetz, die ihre Aufgabe unabhängig von der Bistumsteile erfülle.

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