Urteil gegen falsche Polizisten: Haftstrafen wegen bandenmäßigen Betrugs

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FRANKENTHAL. Vor dem Landgericht Frankenthal sind am Donnerstag zwei Männer und eine Frau wegen gemeinschaftlichen bandenmäßigen Betrugs zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die drei Angeklagten sich als Polizisten ausgegeben und so ältere Menschen um Geld betrogen hatten. Einer der Angeklagten wurde zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt, teilte ein Gerichtssprecher mit. Eine 30 Jahre alte Mittäterin aus Bremen erhielt zwei Jahre auf Bewährung. Ein weiterer Komplize bekam ein Jahr Haft auf Bewährung. Zuvor hatten die Angeklagten den Angaben zufolge alle Vorwürfe eingeräumt.

Ein vierter Angeklagter habe coronabedingt nicht am Prozessauftakt teilnehmen können, so der Gerichtssprecher. Der Prozess gegen ihn werde gesondert fortgesetzt. Ein Termin stehe noch nicht fest. Die drei Männer im Alter von 27 und 30 Jahren stammen aus Essen. Zwei der Angeklagten sind bereits wegen ähnlicher Taten vorbestraft.

Laut Staatsanwaltschaft war im September 2019 ein 80 Jahre alter Mann aus Speyer von einem unbekannten Anrufer veranlasst worden, 20 000 Euro von seinem Bankkonto abzuheben und zur Abholung zu deponieren. Die Beute soll dann von zwei der Männer kassiert worden sein.

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