Rotlicht-Knaller in RLP: Puffs bleiben zu!

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MAINZ. Bordelle dürfen während der Corona-Pandemie in Rheinland-Pfalz auch weiterhin nicht öffnen. Das Verwaltungsgericht Mainz lehnte den Antrag eines Betreibers eines Salons für erotische Massagen auf Wiedereröffnung ab, wie das Gericht am Freitag mitteilte. Als Begründung führten die Richter an, dass die Einhaltung von Hygienemaßnahmen in der Praxis «schwer zu überwachen» sei. Dies gelte auch für die Kontaktdatenerfassung von Kunden, sollten Infektionsketten nachvollzogen werden müssen. Das «Bedürfnis der Kunden solcher Einrichtungen nach Diskretion» stellt demnach «ein besonderes Überwachungsproblem» dar (AZ 1 L 445/20.MZ).

Außerdem könne der Infektionsgefahr bei Massagen als sexuelle Dienstleistung nicht vergleichbar effektiv durch Hygienemaßnahmen vorgebeugt werden wie bei anderen «körpernahen Dienstleistungen» wie in Kosmetikstudios. Die Umsetzung in der Realität «müsse angezweifelt werden», hieß es

Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen sind von den Lockerungsmaßnahmen bislang ausgenommen. Zunächst hatte das Land Anfang Juni verkündet, dass im Zuge einer ganzen Reihe an Lockerungen der Corona-Auflagen am 10. Juni auch Bordelle wieder öffnen dürften. Gewisse Dienstleistungen wie sogenannte erotische Massagen hätten erlaubt werden sollen. Kurze Zeit später aber die Kehrtwende: Es gebe bei den strengen Vorgaben des Hygienekonzepts Probleme der Kontrolle.

10 KOMMENTARE

  1. OK, Frage, wer kontrolliert denn im Friseursalon oder Kosmetikstudio ob ich meine echten Kontaktdaten angebe?
    Durch diese Verbote ruiniert man das älteste Handwerk der Welt und zwing nur dazu dass Prostituierte ihre Dienste ohne gesetzlichen Schutz privat anbieten oder auswandern.

  2. …als würden sich privatinserierende Prostituierte um das Verbot zur Ausübung ihres Berufes scheren….und das ist auch gut so….das geht den Staat einen Sch….dreck an, was ich in meinem direkten privaten Umfeld machen will oder eben auch nicht

  3. Einfach nur unötig hier geht es nicht um Corona sondern eine Branche in die Ecke zu drängen wen dass mal nicht nach hinten lossgeht weil es geht munter weiter nur illegal da kontrolliert keiner anders im Bordell wo Hygienekonzepte da sind aber egal Hauptsache alles verbieten was bei 3 nicht auf dem Baum ist aber Kontaktsport ist erlaubt, ich glaube nicht an die unabhängigen Gerichte angeblich soll nochmal über dass Thema gesprochen werden aber naja und was in der Schweiz, Österreich und Holland funksionert dass darf auch bei uns funktsionieren .

  4. Wenn es nach den Politikern, Minister, Regierung,Virologen geht, dann dauert es noch lange bis Richtung Wahl. Dann gehen ggf. viele Missbräuche auf deren Konto. Wie der Vorgänger schon sagt, dann geht es auch auf privater Schiene.

  5. Es ist, ummmal in RLP zu bleiben, nihct sehr wahrscheinlich, dass die ganzen drogenabhängigen Strassenprostituierten in Mannheim oder Ludwigshafen jetzt plötzlich aufhören zu arbeiten.
    Da die offiziellen Vergnügungsstätten geschlossen sind, wird eben vieles dahin abwandern und es wird kaum ein biederer Ehemann zugeben dass er sich von einer Strassenprostituierten einen hat blasen lassen, somit ist der Verbotszustand weitaus gefährlicher.
    Man könnte ja auch Prostituierte einmal pro Woche zum coronatest schicken, das würde das Risiko minimieren.
    Das ist wie mit Luxembourg: Schliesst man alle Discos und Bars feiern die Kids eben im Illegalen, was dabei rauskommt sehen wir.

  6. Na nun haben diejenigen ihr Ziel erreicht,die die ganze Zeit vor Corona gegen Prostituierte waren!
    Was soll das? Nun machen sie es privat!Dann muessen die sogenannten Hausfrauen die fremd gehen wenn der Mann auf der Arbeit ist auch bestraft werden!
    Wir koennen doch froh sein das es Prostituierte gibt, sonst gaebe es mehr Vergewaltigungen!
    Dann darf ich ja auch nicht mehr mit meinem Mann schlafen wegen Corona !
    Man man ich finde das total uebertrieben!

  7. Zudem fallen die regelmäßigen Untersuchungen der Damen weg bei weiterer Schließung. Im privaten Bereich könnten ggf.
    andere ansteckende Krankheiten hinzukommen. Auf welches Konto geht dies?Da braucht man nicht zulange zu überlegen.

  8. Nicht umsonst ist die Prostitution das älteste Gewerbe der Welt und nicht der Ackerbau.
    Abgesehen davon ist ja auch die Abgrenzung schwierig, nehmen wir mal die Schauspielerin Maria Furtwängler, die hier
    https://de.wikipedia.org/wiki/Maria_Furtw%C3%A4ngler#/media/Datei:MJK_68467_Maria_Furtw%C3%A4ngler_(Berlinale_2020).jpg
    die hat also einen 26 Jahre älteren Sack namens Hubert Burda geheiratet, den hier:
    https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/3d/Hubert_Burda_%282011%29.jpg
    der zufällig Burda heisst und etliche Millionen schwer.
    sie selber engagiert sich auch gegen Prostitution, aber den alten unattraktiven Opa hat sie ja wohl kaum wegen der Erotik geheiratet. Für mich ist das auch Prostitution.
    Oder die bekannte Gloria Turn und Taxis, das von lassen wir mal weg weil Adlige gibts nicht mehr:
    Die hat einen 34 Jahre älteren Sack geheiratet, weil ihr Vater pleite war und deswegen schon einen Selbstmordversuch unternommen hatte. Nennt man das dann Armutsprostitution?

  9. Ganz abgesehen von diesen Schlagzeilen, wenn man auf Baustellen die Dixi-Toiletten sieht, kann man überhaupt nicht von Hygiene mehr sprechen. Das gilt auch für unsere Nachbarländer.

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