Zahlreiche Stellen „befallen“ – Verbandsgemeinde warnt vor gefährlichem Schädling

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Die Raupe eines Eichenprozessionsspinners kriecht auf einem Eichenstamm entlang.

Bildquelle: Patrick Pleul / dpa-Archiv

Raupen der Schädlinge in der Region Konz entdeckt – In der Verbandsgemeinde Konz wurden bislang an mehreren Stellen die Raupen des Pflanzenschädlings „Eichenprozessionsspinner“ entdeckt – so z.B. auf Roscheid (Parkplatz am Friedhof Roscheid, Freilichtmuseum), in Wasserliesch (Friedhof, An der Granahöhe sowie an Bäumen entlang des Rundwegs Angelborn) und in Tawern (am Friedhof, Parkplatz) – aber auch an anderen Stellen innerhalb der Verbandsgemeinde Konz. Wie die Verbandsgemeinde weiter mitteilt, sind die betroffenen Bäume, bzw. Baumgruppen bei großflächigerem Auftreten, durch Warnschilder gekennzeichnet. Die befallenen Eichen wurden bzw. werden noch von zwei beauftragten Spezialfirmen fachgerecht von den Raupen des Eichenprozessionsspinners befreit.

Bürger, die befallene Eichen auf öffentlichem Grund innerhalb der Verbandsgemeinde Konz entdecken, können diese unter genauer Angabe des Ortes unter der Telefonnummer 06501/83-176 melden. Das Telefon ist zu den üblichen Bürozeiten erreichbar. „Rund um die Uhr“ können Meldungen auch per eMail an eps@konz.de gesendet werden.

Garten- und Waldbesitzer mit Eichenbestand werden gebeten, die privaten Bäume in den nächsten Wochen untersuchen zu lassen. Auch von diesen Personen bekommt die Verbandsgemeindeverwaltung häufiger Befall gemeldet. In solchen Fällen berät der zuständige Mitarbeiter und vermittelt professionelle Hilfe unter o.g. Telefonnummer.

Hintergrundinformationen:
Der Eichenprozessionsspinner ist eine Wärme liebende Schmetterlingsart, die insbesondere freistehende und von der Sonne beschienene Einzelbäume und Waldränder bevorzugt. In ihrem Stadium als Raupe ist sie ein Pflanzenschädling, hat aber gleichzeitig auch eine gesundheitliche Bedeutung für den Menschen. Im Mai schlüpfen die Raupen, die sich tagsüber in Nestern verstecken. Abends wandern sie als Prozession vom Nest in die Baumkrone und fressen die Eichenblätter. Im Spätsommer schlüpfen aus den Puppen die fertigen Nachtfalter, die erneut an Eichenzweigen ihre Eier ablegen. Die Raupen und Larvenhäute verfügen über kleine Gifthaare, die bei Berührung unangenehme Reaktionen hervorrufen können. Dazu zählen: Hautirritationen (starker Juckreiz, vor allem abends und nachts, Pusteln und Quaddeln), Atembeschwerden und Augenreizungen. Besondere Vorsicht ist von etwa Ende Mai bis Ende August geboten. Es wird eindringlich davor gewarnt, die Nester und Raupen zu berühren oder sich in der Nähe von befallenen Bäumen aufzuhalten. Insbesondere die Kinder sollten auf diese Gefahr hingewiesen werden. Die Nester und die Raupen werden in der Regel von Spezialfirmen fachgerecht abgesaugt.

Bei Kontakt mit den Härchen sollten die Betroffenen die kontaminierte Kleidung schnellstmöglich wechseln, duschen und Haare/Kleidung waschen. Den Juckreiz lindert zunächst kaltes Wasser. Beim Auftreten stärkerer gesundheitlicher Beschwerden empfiehlt es sich auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen.

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