Rheinland-pfälzische Kommunen testen Katwarn

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Die Notfall-App ´Katwarnª.

RHEINLAND PFALZ. Ein schriller Sirenenton wird an diesem Montag (heute) auf Tausenden Handys in Rheinland-Pfalz zu hören sein: Um 11.00 Uhr wird es einen Probealarm des Warn- und Informationssystem Katwarn geben, wie ein Sprecher des Fraunhofer-Instituts für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS), das die App entwickelt hat, mitteilte. Das System soll etwa vor Hochwasser, Großbränden, Industrieunfällen oder Anschlägen warnen.

Durch den Probealarm könnten einerseits Nutzer erleben, wie die App tatsächlich warnt, sagte der Sprecher. Außerdem könnten Kommunen den Ablauf im Ernstfall proben. «Bei Gefahren kann die Bevölkerung durch die Nutzung dieser Warn-Apps schnell erreicht werden und so wichtige Verhaltenstipps und Meldungen bekommen», sagte der Kreisfeuerwehrinspekteur von Mainz-Bingen, Rainer Jacobus. Eine schnelle Information, wer betroffen sei und wie man sich richtig zu verhalten habe, könne dabei helfen, weiteren Schaden abzuwenden.

Dem Fraunhofer-Institut zufolge wird in Rheinland-Pfalz dreimal im Jahr der Ernstfall geprobt. Im August testen die Integrierten Leitstellen, im Dezember das Land und an diesem Montag die Landkreise und kreisfreien Städte. Rheinland-Pfalz nutzt zwar als erstes Flächenland seit 2015 das Warnsystem, es nehmen aber nicht alle Kommunen teil. Beispielsweise die Stadt Mainz oder die Region Trier greifen auf die Warn-App «Nina» (Notfall-Informations- und Nachrichten-App) des Bundes zurück, die über das modulare Warnsystem (MoWaS) angesteuert wird. Insgesamt nutzen den Angaben zufolge derzeit rund 530 000 Menschen in Rheinland-Pfalz Katwarn.

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