KAISERSLAUTERN. Nach der tödlichen Messerattacke in der Innenstadt von Kaiserslautern hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Gegen den inzwischen 19-jährigen Tatverdächtigen sei Anklage wegen Totschlags in einem Fall und versuchten Totschlags in einem weiteren Fall erhoben worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Der Mann soll im Februar einen 22-Jährigen tödlich verletzt und einem 20-Jährigen lebensbedrohliche Verletzungen zugefügt haben. «Nach dem Ergebnis der Ermittlungen kam es unmittelbar vor der Tat zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem 19-Jährigen und dem 20-Jährigen um ein Drogengeschäft», so die Staatsanwaltschaft. Demnach habe der Tatverdächtige dem 20-Jährigen eine Droge verkaufen wollen, dieser habe jedoch abgelehnt. Der 22-Jährige habe zwischen den beiden gedolmetscht. Der Tatverdächtige und die Opfer hätten sich nur flüchtig aus der «Drogenszene» gekannt.
22-Jähriger stirbt im Krankenhaus
Im Laufe des Streits habe der Tatverdächtige ein Jagdmesser aus seiner Hosentasche gezogen. Die beiden Opfer seien daraufhin geflohen. Da der 19-Jährige ihnen jedoch mit dem Messer nachgelaufen sei, habe der 20-Jährige ihn mit Pfefferspray besprüht. «Der 19-Jährige ließ aber nicht von dem 20-Jährigen ab, sondern stach ihm mit dem Messer in die Brust.» Anschließend habe er den 22-Jährigen weiter verfolgt und ihm zweimal mit dem Messer in den Rücken gestochen.
Der Tatverdächtige war noch am selben Abend festgenommen worden, auch das Jagdmesser wurde sichergestellt. Der 22-Jährige starb zwei Tage nach dem Angriff im Krankenhaus. Als Reaktion auf die Tat wurde unter anderem im Mai in Teilen der Kaiserslauterer Innenstadt eine Waffen- und Messerverbotszone eingerichtet. (Quelle: dpa)














