Partnerstadt in der Ukraine: Stadt Trier organisierte Transport von Sportanlage nach Isjum

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Mit einem Radlader entlädt ein Arbeiter die Komponenten der Sportanlage, die per Lkw ins gut 2600 Kilometer entfernte Isjum transportiert wurde. Foto: Stadt Isjum

TRIER/ISJUM. Konkrete Hilfe für Triers ukrainische Partnerstadt Isjum: Im Rahmen eines Förderprojekts von BMZ und GIZ erhält die vom Krieg schwer gezeichnete Stadt eine neue Multisportanlage im Wert von rund 47.500 Euro sowie sechs Sportgeräte für Erwachsene. Trier organisierte den Transport der Anlage in die rund 2.600 Kilometer entfernte Partnerstadt.

Multisportanlage für Triers Partnerstadt Isjum

Die Stadt Trier unterstützt ihre ukrainische Partnerstadt Isjum weiter mit konkreter Hilfe. Im Rahmen eines Förderprojekts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit konnten ukrainische Partnerstädte deutscher Kommunen Sachgüter aus einer Bedarfsliste auswählen.

Isjum entschied sich für eine Multisportanlage mit einer Umzäunung aus Holz-Kunststoff-Verbundwerkstoff. Der Wert der Anlage liegt bei rund 47.500 Euro. Zusätzlich erhält die Stadt sechs Sportgeräte für Erwachsene.

Transport über rund 2.600 Kilometer

Finanziert und beschafft wurde die Anlage über das Förderprojekt von BMZ und GIZ. Trier übernahm anschließend die Organisation des Transports in die Ukraine.

Per Lkw wurden die Komponenten der Sportanlage in das rund 2.600 Kilometer entfernte Isjum gebracht. Vor Ort wurden die Elemente mit einem Radlader entladen.

Bereits Radlader im Wert von 61.000 Euro erhalten

Die Multisportanlage ist nicht die erste Unterstützung im Rahmen des Projekts. Isjum hatte bereits zuvor einen Multifunktionsradlader im Wert von 61.000 Euro erhalten.

Damit setzt Trier seine Unterstützung für die Partnerstadt fort – nicht nur symbolisch, sondern mit konkreten Sachgütern, die vor Ort genutzt werden können.

Städtepartnerschaft seit Mai 2024

Die Städtepartnerschaft zwischen Trier und Isjum wurde am 21. Mai 2024 geschlossen. Trier setzt damit ein Zeichen der Solidarität angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine.

Isjum liegt im Osten der Ukraine nahe der Grenze zu Russland, etwa 600 Kilometer östlich von Kiew und rund 125 Kilometer südöstlich von Charkiw.

Vom Krieg schwer gezeichnete Stadt

Vor dem Krieg zählte Isjum im Jahr 2020 knapp 47.000 Einwohner. Nach Beginn des russischen Überfalls im Februar 2022 wurde die Stadt Schauplatz schwerer Kämpfe.

Im März 2022 wurde Isjum von russischen Truppen erobert und besetzt. Im September 2022 brachte die Ukraine die Stadt wieder unter ihre Kontrolle.

Nach der Rückeroberung waren nach Angaben der Stadt große Teile Isjums zerstört. 80 Prozent der Gebäude waren beschädigt oder zerstört, zudem wurden Massengräber entdeckt. Stadt und Umland waren teils vermint. Anfang 2024 lebten maximal noch 27.000 Menschen in Isjum.

Hilfe für Alltag, Bewegung und Begegnung

Die neue Multisportanlage ist vor diesem Hintergrund mehr als nur ein Sportgerät. Sie kann Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Isjum einen Ort für Bewegung, Begegnung und ein Stück Normalität bieten.

Gerade in einer Stadt, die durch Krieg, Zerstörung und Vertreibung geprägt ist, kann eine solche Anlage ein sichtbares Zeichen dafür sein, dass die Partnerschaft mit Trier im Alltag ankommt.

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