Wohnen im Ex-Kaufhof Trier: Für wen die neuen Wohnungen wirklich gedacht sind

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Städtebauliche Visualisierung des neuen Nutzungskonzepts für das ehemalige Kaufhof-Gebäude in Trier, eingebettet in das historische Stadtbild mit Dachbegrünung.
Städtebaulicher Entwurf des neuen Wohn- und Nutzungskomplexes im Herzen der Trierer Innenstadt. Die geplante Bebauung soll sich behutsam in die bestehende Struktur einfügen. Quelle: Visualisierung des Investors

TRIER. Im Rahmen der geplanten Umnutzung des ehemaligen Galeria-Kaufhof-Gebäudes in der Trierer Fleischstraße sind rund 156 neue Wohnungen geplant. Der Umbau erfolgt durch MAAS & PARTNER in Kooperation mit ReDevelop und MREI. Die Wohnungen sind Bestandteil eines Mixed-Use-Konzepts, das Wohnen, Gewerbe und medizinische Versorgung vereint.

Ausrichtung auf kleine Haushalte

Grundriss eines geplanten Apartments mit modularer Sanitär- und Technikzelle zur schnellen Umsetzung im Bestandsgebäude in Trier.
Standardisierte Technikmodule wie dieses sollen einen schnellen, emissionsarmen Umbau ermöglichen – auch bei laufendem Betrieb.
Quelle: Visualisierung des Investors

Die Wohneinheiten sind überwiegend 22 bis 40 m², mit Schwerpunkt auf 30–40 m². Sie richten sich an Ein- oder Zweipersonenhaushalte – z. B. Studierende, junge Berufstätige oder Auszubildende. Familiennutzung sei laut Projektleitung bewusst nicht vorgesehen:

„Für Familien ist das sehr wenig – sonst wären es Luxuswohnungen“, so Projektentwickler LennarD Maas.

Mietmodell & Eigenbetrieb

  • Visualisierung einer stilvoll eingerichteten Wohneinheit mit modernem Design und Hotelambiente im Rahmen der Kaufhof-Umnutzung Trier.
    Urbanes Wohnen mit Stil: Einige Wohneinheiten im künftigen Gebäude setzen auf durchdachtes Design und temporäre Nutzung.
    Quelle: Visualisierung des Investors

    Mietpreise: Noch offen – aktuell keine verbindlichen Angaben.

  • Eigenbetrieb soll sichergestellt werden: Die Investoren streben eine direkte Verwaltung durch die Projektpartner an. Dadurch wollen sie die Nutzung und Mietstruktur langfristig selbst steuern. Mehr News aus Trier

Kein geförderter Wohnraum

Es sind keine sozial geförderten Wohnungen geplant. Das Projektteam begründet dies mit wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen:

„Der geplante Umbau ist mit den Anforderungen an geförderten Wohnungsbau aktuell nicht vereinbar.“

Ausstattung & gemeinschaftliche Nutzung

  • Innenansicht einer geplanten Mikro-Wohnung im Trierer Kaufhof-Projekt mit Schlafgalerie, integrierter Küchenzeile und Wohnbereich.
    Möblierte Kleinstwohnungen wie diese sollen entstehen: platzsparend, urban und bezugsfertig für Singles, Berufseinsteiger oder Pendler.
    Quelle: Visualisierung des Investors

     

  • Voll möblierte Miniwohnungen
  • Gemeinschaftsflächen sind vorgesehen, darunter:

    • Gemeinschaftsküchen

    • Aufenthaltsräume (Billard, Kino)

    • Reha-Zimmer

    • Barrierefreie Zugänge

  • Flexible Raumkonzepte, Mesaningeschosse und ein erdgeschossiger Innenhof, der sich mit jeder Etage erweitert.

Umbau im Bestand

  • Kein Abriss, sondern Umbau im vorhandenen Baukörper – ohne statische Eingriffe.

  • Einsatz serialisierter Vorfertigung (Fassaden- und Badsysteme) für eine schnelle, emissionsarme Bauabwicklung.

  • Planung umfasst begrünte Dachflächen, Freiflächen und Rooftop-Nutzung.

Klares Wohnkonzept

Das Wohnkonzept im ehemaligen Kaufhof Trier ist klar ausgerichtet auf kompakte, möblierte Kleinstwohnungen für Singles und Doppelhaushalte. Sozialer Wohnraum und Familienwohnungen fehlen. Die Mietstrategie bleibt offen, ein Eigenbetrieb wird angestrebt. Umbau erfolgt im Bestand, mit reduzierter Stellplatzanzahl und gemeinschaftlichen Bereichen. Ziel: bedarfsgerechtes Innenstadtwohnen.

Hinweis: Bei den vorgestellten Planungen handelt es sich um den aktuellen Arbeitsstand; insbesondere die gezeigten Außenansichten sind frühe Entwürfe und noch nicht final beschlossen.

Weitere Infos zum Thema: 

 

6 Kommentare

  1. Vor allem die Zielgruppe – keine Familien, die sich das eh nicht leisten können und dann noch möbliert, um die künftigen Mieter nach allen Regeln der Kunst Zusatzkosten auf’s Auge drücken zu können. Top!

  2. Ich bin mal auf die Preise gespannt, ne, nicht wirklich, ich kann es mir denken. Aber dürfte die beste Lösung für das Gebäude sein.

  3. ich bin mir nicht wirklich sicher,
    soll das der Ersatz für die Luxemburger Str. werden?

    Potential aus Lux, B und F scheint genug vorhanden zu sein?!

  4. Abwarten. Ich bin fast überzeugt davon, dass diese Anlage nicht zustande kommt und wenn doch, wird sie innerhalb kürzester Zeit wieder vor sich her gammeln. Wenn man diese halbseidenen „Bauherren“ im Fernsehen gesehen hat, kann man sich seinen Teil denken. Die haben ja offenbar mit diesem Konzept in anderen deutschen Städten Schiffbruch erlitten.

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