Trier. Nach mehreren Rohrbrüchen in den letzten Wochen stellen sich viele Bürger eine wichtige Frage: Wie zuverlässig ist das Trinkwassernetz in Trier wirklich? Auf Nachfrage von lokalo.de geben die Stadtwerke Trier (SWT) jetzt detaillierte Einblicke in ihre Überwachung und Instandhaltung.
24 Versorgungsbereiche – ständige Kontrolle
Das Trinkwassernetz in Trier ist in 24 Versorgungsbereiche aufgeteilt. In jedem dieser Bereiche messen die SWT die tägliche Zuflussmenge und werten die Daten aus. Erkennt das System ungewöhnliche Wasserverluste, kann schnell auf mögliche Lecks reagiert werden.
Zusätzlich kommen akustische Überwachungssysteme zum Einsatz: In der Innenstadt, etwa am Domfreihof und am Hauptmarkt, sind fest installierte Geräte aktiv, die Leitungen in Echtzeit kontrollieren. In anderen Stadtteilen werden mobile Geräusch-Logger genutzt, die regelmäßig umgesetzt werden. Beispiel: Die Leitungen im Wasserweg wurden zuletzt im November 2024 überprüft.
Schadensrate unter dem Richtwert
Ein entscheidender Maßstab für den Zustand eines Trinkwassernetzes ist die Schadensrate. Sie beschreibt, wie viele Rohrbrüche pro Kilometer Leitung und Jahr auftreten. Laut dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) gilt ein Wert von unter 0,1 Schäden pro Kilometer/Jahr als unauffällig.
In Trier liegt die Schadensrate in den letzten Jahren bei 0,09 bis 0,1 – also im grünen Bereich. Gerade für eine historische Stadt mit einem gewachsenen Leitungsnetz sind diese Werte bemerkenswert.
Kontinuierliche Erneuerung statt Flickwerk
Neben der Überwachung setzen die SWT auch auf regelmäßige Erneuerung: Zwischen 2022 und 2024 wurden rund 2,4 % des Wasserversorgungsnetzes modernisiert. Dabei ersetzen die Stadtwerke nicht nur marode Leitungen, sondern bauen auch überflüssige Abschnitte zurück, um das Netz effizienter zu gestalten.
Sicher und gut überwacht
Die Zahlen zeigen: Trotz einzelner Rohrbrüche ist das Trierer Trinkwassernetz insgesamt gut gewartet. Eine engmaschige Überwachung, moderne Technik und regelmäßige Erneuerungen sorgen für hohe Versorgungssicherheit und Wasserqualität.

















