TRIER. Die Polizei in Trier testet im kommenden Jahr den Einsatz von Elektroschockwaffen im Streifendienst. Innenminister Roger Lewentz (SPD) teilte am Donnerstag im Landtag in Mainz mit, eine Arbeitsgruppe werde die Vorbereitung für ein Pilotprojekt bei der Polizeiinspektion Trier im Dezember abschließen.
Nach einer Schulung der beteiligten Beamten könne dann im Frühjahr 2017 der einjährige Test mit dem sogenannten Taser beginnen, sagte Lewentz. Dafür sollen sechs oder sieben dieser Geräte angeschafft werden.
Taser ist der Name der Herstellerfirma, die offizielle Bezeichnung ist „Elektro-Impulsdistanzgerät“. Sie soll die Lücke schließen zwischen Schlagstock und Pfefferspray auf der einen und Schusswaffen auf der anderen Seite.
Der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Matthias Lammert, kritisierte den mit der Stimmenmehrheit der drei Regierungsfraktionen SPD, FDP und Grüne beschlossenen Antrag: „Wir halten diese ewige Prüferei für verfehlt.“ Er sprach sich stattdessen für einen Praxistest in allen Polizeipräsidien aus.
Für die AfD forderte der ehemalige Polizist Heribert Friedmann eine schnelle Einführung der Taser ohne jede Testphase.
Vielleicht stellen uns die Polizisten im Frühjahr doch mal ein paar Videos online, wo sie die Waffen in der Trainingshalle gegenseitig an sich selbst ausprobieren 🙂