TRIER – Wie die Stadt Trier mitteilt, ist die Konrad-Adenauer-Brücke wegen umfangreicher Vermessungsarbeiten am Samstag, 7. und Sonntag, 8. Februar, zwischen 6 und 17 Uhr voll gesperrt.
Die Zufahrt zum Wohnmobilstellplatz, dem Fast-Food-Restaurant und zu den Park and Ride-Parkplätzen am Messepark ist über die Luxemburger Straße möglich. Es wird empfohlen, den Bereich während der Sperrzeiten möglichst weiträumig zu umfahren. Der Lkw-Verkehr wird aus der Stadt herausgeleitet. Die Sperrung gilt auch für den Fuß- und Radverkehr auf der Brücke sowie den Geh- und Radweg unterhalb der Brücke am Pacelliufer. Der Radweg an beiden Moselufern bleibt offen.
Die Vermessungsarbeiten erfolgen mittels modernem 3D-Laserscanning und dienen der detaillierten Bestandsaufnahme der Brücke. Sie stellen einen ersten wichtigen Schritt zur geplanten Sanierung dar, die 2028 starten soll. Weitere Informationen sowie Termine zu kommenden Etappen werden zeitnah bekannt gegeben.
Die 1973 eröffnete Brücke, die auch für den Schwerlastverkehr freigegeben ist, und täglich von mehr als 44.000 Fahrzeugen überquert wird, muss umfassend erneuert werden. Im vergangenen Jahr wurde ein Generalplaner mit der Umsetzung der Brückensanierung beauftragt. Derzeit befindet sich das Großprojekt in der Planungs- und Vorbereitungsphase. Hier werden die Grundlagen für die bevorstehende Sanierung gelegt. Wesentliche Schritte der aktuellen Phase sind folgende:
- die Auswertung der werkstofftechnologischen Untersuchungen aus dem Vorjahr
- weitere Untersuchungen des Stahlbaus
- die Berechnung der Bestandstragwerke der einzelnen Brückenteile, um Tragfähigkeit und Sicherheitsreserven zuverlässig zu bestimmen.
Ziel ist es, eine fundierte Grundlage für die anschließende Planung und Umsetzung der Sanierung zu schaffen.
Im Zuge der geplanten Sperrung der Konrad-Adenauer-Brücke probt das Sachgebiet Gewässer und Hochwasserschutz des Amtes StadtRaum Trier das Szenario eines Hochwassers im Areal des Messeparks und der Straße „Im Speyer“.
Dabei errichten die Expertinnen und Experten mit Unterstützung durch die Berufsfeuerwehr das Mobildeichsystem auf einer Länge von circa 220 Metern. Im Katastrophenfall soll dies die Befahrbarkeit der Konrad-Adenauer-Brücke hin zur Luxemburger Straße sichern, auch wenn die Straße Im Speyer überflutet ist.
Ziel der Übung ist es, die Funktionstüchtigkeit der mobilen Elemente und des Mobildeichsystems zu überprüfen und die Einsatzbereitschaft im Hochwasserfall sicherzustellen. Sie dient zudem der Überprüfung der einzelnen Verfahrensabläufe sowie der Schulung und Fortbildung der Mitarbeitenden, die für den Aufbau der mobilen Hochwasserschutzeinrichtungen zuständig sind.


















